Erstausstattung Katze

Erstausstattung Katze

Steht der Entschluss erst einmal fest, sich eine oder mehrere Katzen anzuschaffen, sollte man sich, parallel zur Suche einer passenden Katze, mit der Erstausstattung beschäftigen. Der Umzug in das neue Zuhause lässt nämlich unter Umständen nicht lange auf sich warten. Ich berichte euch hier, woraus unsere Erstausstattung bestand, auf was ihr so achten solltet und stelle am Ende noch eine Liste zum Ausdrucken und Abhaken zur Verfügung, um euch den Einkauf etwas zu erleichtern.

das wichtigste zuerst

Ich denke am wichtigsten und das Erste was einem einfällt beim Thema Katzenerstausstattung sind wahrscheinlich das Katzenklo und der Kratzbaum.

Beim Kauf von Katzenklos werden euch kompetente Mitarbeiter im Zoofachhandel und erfahrene Katzenbesitzer immer raten ein Klo mehr, als Katzen im Haushalt leben, zu besorgen. Wir haben damals jedoch nur zwei Klos für zwei Katzen besorgt, da die Beiden noch sehr klein waren und wir wussten, dass sie es gewohnt waren sich eine Toilette mit den anderen beiden Geschwistern und der Mama zu teilen. Da verhält sich aber auch jede Katze anders also klärt entweder im Vorfeld ab, wie eure zukünftigen Lieblinge das bisher so handhaben oder kauft zur Sicherheit ein Klo mehr. Der Grund ist eigentlich ganz einfach, denn Katzen sind wie wir wissen sehr eigen und trennen daher auch gerne mal das Urinieren vom Koten oder gehen nicht auf die Toilette, die bereits eine andere Katze benutzt. Für den Fall, dass man das vorher nicht weiß, ist es schon ratsam ein Klo „zur Reserve“ zu kaufen, das kann dann auch etwas kleiner ausfallen, als das Andere bzw. die Anderen.

Zur Grundausstattung des Katzenklos wird natürlich auch noch Streu und eine Streuschaufel benötigt, um den Stubentiger zufrieden zu stellen und sein stilles Örtchen sowie die Wohnung immer schön sauber und frei von unangenehmen Gerüchen zu halten. Wir haben zudem noch zu jedem Klo einen Vorleger gekauft, der das Streu, das gerne mal an den Pfötchen hängen bleibt, ein wenig auffangen soll, damit auch dieses nicht so sehr in der Wohnung herum fliegt.

Kratzbäume braucht man dafür in der Regel nur einen. Gegebenenfalls kann man natürlich auch mehrere besorgen, aber das ist eigentlich nicht nötig, vor allem am Anfang noch nicht. Falls jedoch ein Mehrbedarf besteht, kann man schließlich auch noch auf andere günstigere Alternativen, wie zu Beispiel Kratzpappe, zurückgreifen. Gerne dürfen auch weitere Klettermöglichkeiten geschaffen werden, aber dies ergibt sich meistens auch mit der Zeit, wenn man die Katze besser kennenlernt und ihr mehr Abwechslung bieten möchte.

Futter(napf)

Was natürlich auch nicht fehlen darf, sind Näpfe für Nass- und Trockenfutter, sowie Schälchen für Wasser. Ihr könnt bei der Auswahl nach euren ganz persönlichen Vorlieben richten. Ob ihr lieber Kunststoff, Edelstahl oder Keramik mögt ist im Prinzip erstmal ganz egal und auch welche Farben und Muster euch gefallen, der Katze ist es vor allem wichtig, was hinterher im Napf drin ist. Natürlich haben die unterschiedlichen Materialien verschiedene Vor- und Nachteile, wie zum Beispiel Zerbrechlichkeit oder Gewicht, aber was am besten ist wird sich sicherlich bei jedem erst mit der Zeit rausstellen, je nach Charakter und Verhalten der Katze.

Wir haben damals auch direkt eine Unterlage gekauft, damit Futterreste und Wasserspritzer nicht direkt auf dem Boden landen und ich muss sagen, dass sich diese Methode bis heute immer noch bewährt. Außerdem würde ich euch zu einem Trinkbrunnen raten, da die meisten Katzen fließendes Wasser bevorzugen. Aber das kann sich selbstverständlich auch erst im Laufe der Zeit ergeben, wenn man sieht, wie die Mieze Wasser aus einem Napf annimmt. Unsere Beiden trinken auf jeden Fall mehr, seitdem wir einen Trinkbrunnen haben und wir haben auch nicht mehr so häufig Pfützen auf dem Boden, weil der Napf mal wieder umgeschubst oder ruckartig hin und her geschoben wird.

Nachdem ihr Näpfe besorgt habt, fehlt natürlich noch das Futter. Zu Beginn solltet ihr nach Möglichkeit das Futter erstmal weiter füttern, was die Katze zuvor schon bekommen hat, da die Umgewöhnung im neuen Zuhause sowieso schon schwer genug für die Katze ist und so hat sie wenigstens ihr gewohntes Futter. Falls ihr nicht zufrieden seid mit der Qualität des bisher gefütterten Futters, könnt ihr natürlich schon hochwertiges Nass- und Trockenfutter besorgen, je nachdem was eure Katze frisst. Nassfutter ist natürlich in der Regel die bessere Wahl, aber es gibt auch Ausnahmen, in denen Katzen fast ausschließlich nur Trockenfutter fressen, obwohl Nassfutter zur Verfügung steht. Eine Liste und weitere Details zu dem Thema „Woran erkenne ich hochwertiges Futter?“ findet ihr HIER. Um die Kontaktaufnahme zwischen Mensch und Tier am Anfang zu erleichtern, ist es ganz ratsam auch direkt ein paar Leckerlis parat zu haben. Achtet aber bitte darauf, dass Kitten unter 3 Monaten in der Regel noch keine Leckerlis bekommen sollten und danach auch nicht direkt die auf der Packung angegebene Menge, denn die entspricht immer einer ausgewachsenen Katze!

Spielzeug

Eine fast unendliche Auswahlmöglichkeit besteht vor allem in Sachen Spielzeug. Ich empfehle am Anfang aus verschiedenen Bereichen was auszuprobieren, falls ihr die Vorlieben eures zukünftigen Mitbewohners noch nicht kennt. Das heißt zum Beispiel eine Spielangel, einen Ball, eine Maus oder ähnliches. Dabei können Düfte wie Katzenminze oder Baldrian ganz interessant sein oder aber auch akustische Reize. Ihr entscheidet ganz allein, was ihr eurer Fellnase anbieten möchtet, allerdings solltet ihr auch hier ein wenig auf Qualität achten und keine Spielzeuge kaufen, die schon bei bloßem angucken auseinander fallen. Was euren Lieblingen dann letztendlich am besten gefällt, werden dann die Kleinen selbst entscheiden.

TRANSPORT

Um eure Fellnase überhaupt abholen zu können, benötigt ihr logischerweise auch noch eine Transportbox. Wenn ihr direkt zwei oder mehrere Katzen bei euch aufnehmt, braucht ihr eventuell auch mehrere Boxen, je nachdem wie groß die Katzen schon sind und ob sie sich bereits kennen. Wir haben damals zwei Boxen gekauft, weil wir uns sehr unsicher waren, wie groß die Kitten seit unserem ersten Besuch geworden sind. Die Kleine hat die Maße 48 x 31,5 x 33 cm und die Andere ist 56 x 37 x 33 cm groß. In die große Transportbox haben unsere beiden Kitten im Alter von 14 Wochen noch problemlos zu zweit rein gepasst. Heute reicht sie allerdings nur noch für eine Katze.

Um die Reise für die Miezen angenehmer zu gestalten, kann man die Box zusätzlich mit einer Decke oder einem Handtuch auslegen und es dadurch nicht nur bequemer machen, sondern auch dafür sorgen, dass die Katze nicht auf dem kalten Plastikboden liegen muss. Darüber hinaus wird im Falle des unerwarteten urinierens die Flüssigkeit direkt aufgesaugt und läuft nicht hin und her. Im besten Fall bringt ihr die Decke bzw. das Handtuch bereits ein paar Tage vorher zu den Zieheltern, damit sich die Katze an den neuen Geruch gewöhnen kann. Da wir unsere Katzen von etwas weiter weg geholt haben, war uns das nicht möglich, aber glücklicherweise wurde uns dafür die Lieblingsdecke der Kitten mitgegeben.

Bei uns ist die Transportbox auch fester Bestandteil der Einrichtung und wird jeden Tag als Kuschelhöhle benutzt, was mich somit bereits zum nächsten Punkt führt. Kuschelplätze in Form von Bettchen, Decken oder Kissen dürfen natürlich auch nicht fehlen, allerdings sollte man es nicht gleich übertreiben, denn viele Katzen liegen auch gerne einfach irgendwo anders. Aber hier und da ein paar Liegeplätze zu schaffen kann schließlich nicht schaden. Gerade im Winter sind gemütliche Plätze an der Heizung heiß begehrt.

Fellpflege

Im Zoofachhandel wird man bei seiner Route auch auf den Bereich stoßen, wo es um Fellpflegeprodukte geht. Hier gibt es ebenfalls wieder verschiedene Auswahlmöglichkeiten, von Drahtbürste über Naturhaar- und Nylonborsten bis hin zu Fellpflegehandschuhen ist alles vertreten. Was davon alles gut ist und am besten funktioniert, kann ich nicht sagen. Wir haben damals eine Drahtbürste und eine zweiseitige Bürste mit Drahtspitzen und Nylonborsten gekauft, aber bei beiden waren wir nicht wirklich zufrieden und sind daher auf den Furminator umgestiegen und damit auch immer noch sehr zufrieden. Es kommt aber auch immer ganz darauf an, was die Katze mag und was nicht. Manche lieben es gebürstet zu werden, weil das für sie wie eine Massage ist und andere wiederum rennen direkt weg sobald sie so ein Teil nur sehen. Für den Fall, dass ihr noch sehr junge Kitten bekommt, braucht ihr auch erstmal nicht unbedingt eine Bürste, denn meistens verlieren diese eh nur sehr wenig Haare. Allerdings könntet ihr so von Anfang an üben und die Kleinen an das Bürsten gewöhnen, damit sie es von klein auf kennen und später nicht panisch wegrennen.

Beim Thema Haaren fällt mir noch eine sehr wichtige Sache ein: FUSSELROLLEN! Am besten kauft ihr gleich mehrere, denn ihr werdet sie früher oder später brauchen. Die Fusselrolle wird mit Katzen im Haushalt zu eurem engsten Freund werden, glaubt mir

FENSTER ALS GEFAHRENQUELLE

Viele neue Katzenbesitzer sind sich leider nicht den Gefahren von Fenstern bewusst. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass Katzen aus einem geöffneten Fenster fallen könnten, führen besonders Kippfenster durchaus zu unschönen Verletzungen und Quetschungen. Deshalb sichert eure Fenster im Voraus ab! Wollt ihr der Katze ermöglichen bei geöffnetem Fenster im Raum zu sein oder sogar auf der Fensterbank zu sitzen, so solltet ihr dafür Sicherheitsvorkehrungen treffen. Ein normales Fliegengitter reicht da selbstverständlich nicht aus, aber online findet ihr zu diesem Thema jede Menge Ideen und Vorschläge. Eine Möglichkeit zeige ich euch im Beitrag Fenstersicherung. Auch für das zuvor erwähnte Kippfenster gibt es Gitter und Netze, die ihr anbringen könnt, um euren Liebling zu schützen. Vor allem, wenn der Neuzugang in den warmen Monaten bei euch eintrifft, solltet ihr euch umso schneller mit dem Thema beschäftigen, ansonsten hat das natürlich auch noch etwas Zeit. Das normale Stoßlüften kann man schließlich auch erledigen während sich die Katzen in einem anderen Raum aufhalten und man die Tür geschlossen hält.

Falls eure Wohnung über einen Balkon verfügt, freut sich eigentlich jeder Stubentiger, wenn er Zugang dazu bekommt. Allerdings sollte der Balkon dann natürlich auch dementsprechend mit einem Katzennetz gesichert werden. Wenn ihr Bedenken wegen dem Vermieter habt, dann klärt vorab wie er dazu steht. Es gibt auch hier verschiedene Methoden solche Netze anzubringen, es muss nicht immer gebohrt werden.

KLEINE HELFERLEIN

Zu guter Letzt empfehle ich euch noch zwei Dinge. Eines davon ist Feliway. Das ist ein künstliches Pheromon, welches es als Zerstäuber für die Steckdose gibt oder als Spray für unterwegs. Wir haben damals beides besorgt, damit die Katzen zum einen beim Transport ruhiger sind und zum anderen sich schneller an ihre neue Umgebung gewöhnen. Wie gut das wirklich hilft lässt sich schwer sagen, aber ich habe schon allerhand positive Bewertungen und Rückmeldungen gehört und gelesen und auch unsere Tierärztin hat uns damals Feliway ans Herz gelegt.

Was gerne mal vergessen wird ist zudem ein Desinfektionsmittel. Falls eure Katze am Anfang noch in die Wohnung uriniert oder kotet, solltet ihr dies nicht nur umgehend entfernen, sondern die Stelle und den Bereich drum herum auch gründlich desinfizieren, um eine Ausbreitung von Keimen zu vermeiden und die Katze davon abzuhalten diese Stelle für einen geeigneten Ort zum Entleeren zu halten.

Und hier wie versprochen noch die Checkliste zum downloaden

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