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Wie spielt man richtig mit Katzen?

Das ist eine Frage, die vor allem bei Katzenanfängern oft aufkommt. Spätestens dann, wenn die Katze schon seit mehreren Tagen oder Wochen nicht wirklich Lust und Motivation zeigt, obwohl sie doch so viele Spielzeuge zur Verfügung hat.

Damit du nicht mehr ständig frustriert und genervt davon bist, zeige ich dir wie man überhaupt richtig mit Katzen spielt und helfe dir das Verhalten deiner Fellnase in Zukunft besser einzuordnen.

Inhaltsverzeichnis

Vorteile vom Spielen mit Katzen

Katzen spielen meistens allein oder mit Artgenossen, aber vor allem lieben sie es mit ihren Menschen zusammen zu spielen. Das fördert nicht nur den Zusammenhalt zwischen Mensch und Tier, sondern kann auch stressreduzierend wirken.

Außerdem hält Spielen auch extrem fit – körperlich und geistig. Es werden dabei nämlich Fähigkeiten, wie Geschicklichkeit und Schnelligkeit trainiert.

Das Spielverhalten von Katzen kennen

„Meine Katze spielt nicht“ ist ein häufiger Satz, der unter Katzenbesitzern fällt. Hier sollte allerdings erstmal überprüft werden, ob dem wirklich so ist oder ob man es als Mensch einfach nur so interpretiert, weil man das Spielverhalten von Katzen (noch) nicht kennt.

Katzen sind nämlich Lauerjäger. Was bedeutet, dass sie nicht die ganze Zeit wie wild allem und jedem hinterherrennen, sondern sich auch häufig einfach erstmal auf die Lauer legen.

Das heißt sie streifen auch gerne einfach mal ein bisschen herum, beobachten ihre Umgebung und die Beute, legen sich auf die Lauer und dann BÄM! Angriff.

Hier mal zwei sehr gute Beispiele für diesen Verhaltensablauf:

1 | Nala beobachtet die Situation

2 | Sie lauert ihrer Beute auf und macht sich bereit

3 | Und dann ZACK! kommt der Angriff

Es mag für dich als Mensch zwar vielleicht unbefriedigend und weniger spaßig sein, wenn die Katze „die ganze Zeit nur doof guckt“, aber auch dies ist Teil des Spiels und für deine Katze extrem wichtig.

Tipp

Achte mal ganz genau auf deine Katze, wenn du mit ihr spielst. Guckt sie gelangweilt in der Gegend rum oder ist sie auf ihre Beute fixiert, die Augen groß und der Körper angespannt? Letzteres ist nämlich das Lauern und für die Katze alles andere als langweilig.

Also tue so eine Situation nicht direkt als Fehlschlag ab, sondern habe Geduld und warte bis die Katze zum Sprung ansetzt, um ihre „Beute“ aus dem Hinterhalt zu attackieren.

Verhalten von Beutetieren nachahmen

Um das Spiel für die Katze besonders spannend zu machen, kannst du das Spielzeug in ruckartigen Zickzack Bewegungen von der Katze wegbewegen und es auch mal verstecken. Das imitiert das Verhalten der Beute in der Natur.

Eine Maus rennt schließlich nicht auf die Katze zu und springt ihr vorm Gesicht rum, sondern wird eher das Weite und einen Unterschlupf suchen. Oder was meinst du?

Wichtig ist nur, dass die Katze trotzdem die Möglichkeit bekommt ihre „Beute“ zu fangen und Erfolgserlebnisse zu sammeln. Sonst kommt schnell Frust auf und sie könnte die Lust am Spielen verlieren.

Tipp

Spielzeug, das sich bewegt, ist in der Regel weitaus spannender für die Katze und löst ihren Jagdtrieb aus. Liegt die „Beute“ hingegen einfach nur leblos auf dem Boden, besteht für die Katze keine Notwendigkeit mehr sich in irgendeiner Form anzustrengen und zu bewegen.

Tagesablauf und Stimmung sind entscheidend

Wenn du das Gefühl hast, dass deine Katze nicht spielt, dann schau dir am besten auch mal ihren Tagesrhythmus an. Wann ist sie aktiv? Wann schläft sie oder lässt es allgemein ruhiger angehen? Wann frisst sie und hat einen vollen Bauch?

Das kann dir Aufschluss darüber geben, wann die Katze überhaupt dazu in der Stimmung ist zu spielen. Denn vielleicht passt dein Timing hier einfach noch nicht.

Nur weil du gerade mal ein paar Minuten Zeit und Lust hast, heißt das noch lange nicht, dass es deiner Katze ebenso geht.

Sind wir mal ehrlich: Morgens direkt nach dem Aufstehen und noch im Halbschlaf oder mit vollem Magen Sport treiben? Da haben wir als Menschen ja auch nicht so Bock drauf, oder?

Womit spielt meine Katze am liebsten?

Wenn die grundlegenden Gegebenheiten stimmen, ist es wichtig auch erstmal rauszufinden womit deine Katze überhaupt am liebsten spielt.

Eine Katze braucht auch keine 100 verschiedenen Spielzeuge, es reichen schon wenige aus, solange sie total gerne damit spielt.

Um herauszufinden, ob deine Samtpfoten eher auf Bälle, Angeln, Mäuse oder ähnliches stehen, kannst und musst du wahrscheinlich schon erstmal einiges an Spielzeug besorgen.

Sobald du aber herausgefunden hast, was das Herz deiner Fellnase höherschlagen lässt, bedarf es kaum weiteren Spielzeuges. Denn auch mit nur wenigen Spielsachen, kann man mit Variationen immer wieder spannende Situationen erzeugen.

Zum Beispiel mit einer Spielangel. Mal will die Katze dem gefiederten Ende der Angel hinterherjagen, wenn man es durch die ganze Wohnung zieht. Mal dem anderen federlosen Ende, wenn man es über den Boden schleift oder unter einem Handtuch versteckt. Mal den Kratzbaum hoch und runter rennen. Mal nur rum hüpfen, weil die Angel in der Luft hin und her gewedelt wird.

Die Möglichkeiten sind fast unendlich und deiner Kreativität sind hier absolut keine Grenzen gesetzt. Probiere dich einfach ein bisschen aus und schau, was deiner Katze in dem Moment gut gefällt.

Entscheidend für die Wahl der liebsten Spielzeuge können auch solche Faktoren, wie die Größe, der Geruch oder Geräusche sein.

Manche Katzen stehen auf alles, was raschelt, andere wiederum finden dies eher beängstigend. Manche lieben den Geruch von Katzenminze, andere wiederum fahren total auf Baldrian ab. Manche mögen XXL Spielzeuge, um da richtig schön mit kämpfen zu können, andere wiederum finden Gefallen an kleinen Dingen, die sie in irgendwelche Ritzen stecken und wieder rausfummeln können.

Da ist wirklich jede Katze individuell. Du musst einfach nur die Vorlieben rausfinden.

Selbst ist die Frau / der Mann

Es muss auch nicht immer gekauftes Spielzeug sein. Ich habe bereits nach kurzer Zeit als Katzenmama gemerkt, dass die banalsten Dinge oder auch selbst gebaute Sachen oft viel besser ankommen als das teure Zeug aus dem Zoofachhandel.

Nala liebt zum Beispiel meine Haargummis. Damit kann sie sich Tag für Tag stundenlang beschäftigen. Am liebsten angelt sie sich die aus dem Schrank im Bad und hat total viel Freude daran, wenn ich die Haargummis immer wieder in den Schrank lege und sie es immer und immer wieder runter schmeißen und damit spielen kann.

Aber auch Dinge, wie z.B. Korken, zusammen geknüllte Alufolie, Tischtennisbälle, Paketband oder Schnürsenkel kommen meistens super an. Dies sind häufig sogar viel interessantere und günstigere Alternativen zum „normalen“ Katzenspielzeug.

Wenn du dir Inspiration dafür wünschst, dann schau dich auch gerne einfach mal in unserer „DIY“ Kategorie und der Kategorie „Beschäftigung“ um oder bei unserem Pinterest Board „DIY Katzen – Inspirationen & Ideen“ vorbei.

Mit Futterspielen aus der Reserve locken

Wenn gar nichts mehr geht, dann habe ich noch einen Spezialtipp für dich: Locke deine Katze mit Futterspielen aus der Reserve.

Das ist bei uns auf jeden Fall das Nonplusultra! Damit können wir selbst unseren spielfaulen Kater Flash animieren und begeistern. Sei es in Form von Clickertraining, Futter durch die Wohnung werfen oder verschiedenste Intelligenzspielzeuge.

Spielen mit zwei Katzen

Da du im besten Fall mehr als eine Katze hast, kommt es auch häufig vor, dass mehrere Katzen gleichzeitig bespaßt werden wollen.

Wenn dies harmonisch klappt und sich die Katzen beim Spielen abwechseln oder sogar gemeinsam spielen, dann hast du quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. So ist es natürlich perfekt.

Allerdings gibt es bei Katzen auch unterschiedliche Spieltypen, die respektiert werden sollten. Hier empfiehlt es sich darauf zu achten, dass es für jede Fellnase eine exklusive Spielzeit gibt, in der wirklich nur sie am Zuge ist.

Erfahrungsbericht

Bei uns ist es zum Beispiel so, dass Luke, unser kleiner Wirbelwind, Flash häufig die Butter vom Brot nimmt. Er lässt ihn entweder gar nicht erst mitspielen oder er stürzt sich sofort wieder auf das Spielzeug, eh Flash zum Sprung bereit ist.

Da achten wir dann auch immer darauf, dass Luke auch mal Sendepause hat, in ein anderes Zimmer kommt und Flash in seinem Tempo mit uns spielen und Zeit verbringen kann.

Spielzeug wegräumen

Wenn deine Katze nicht mehr spielen möchte, kann es auch einfach daran liegen, dass es für sie uninteressant geworden ist.

Wenn 100 verschiedene Spielzeuge den ganzen Tag in der Wohnung verteilt liegen und der Katze jederzeit zur Verfügung stehen, wird ihr nämlich durchaus sehr schnell langweilig. Auch wenn sich das erstmal paradox anhört.

Deine Katze ist von so vielen Reizen einfach überfordert und verliert schnell die Lust am Spielen. Daher gewöhn dir am besten an die Bälle, Angeln, Mäuse, etc. nach dem Spielen oder zumindest nach ein paar Stunden wieder weg zu legen, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Außerdem ist das Wegräumen auch wichtig, damit sich deine Katze nicht aus Versehen selbst stranguliert oder kleine, vom Spielzeug abgerissene Teile verschluckt.

Such dir für die Aufbewahrung der Spielsachen einen geeigneten Platz, an den die Katzen nicht eigenständig rankommen und das Spielzeug auch nicht sehen können. Sonst bringt dir das ganze Wegräumen nämlich überhaupt gar nichts.

Wichtig ist auch, dass du immer wieder etwas Abwechslung mit reinbringst. Die Spielsachen werden oft wieder spannend, indem du sie einfach mal für ein paar Wochen „verborgen“ lässt. Dann freut sich deine Katze nämlich umso mehr über das wiedergefundene Spielzeug.

Nimm dir mehrmals täglich Zeit zum Spielen

Katzen merken es, wenn wir als Menschen nicht motiviert sind und keine Lust auf das Spiel haben. Wenn du also nicht mit Herzblut dabei bist, dann kannst du es eigentlich auch gleich lassen. Denn du tust weder der Katze noch dir einen Gefallen.

Versuch es doch einfach ein wenig später nochmal, vielleicht ist die Motivation dann wieder etwas größer und ihr könnt die gemeinsame Zeit auch wirklich genießen.

Je nach Möglichkeit wäre es empfehlenswert, wenn du immer mehrmals am Tag kleine „Spielpausen“ von ca. 5 – 10 Minuten einlegst.

Nimm dir dafür bitte einfach die Zeit und hab gemeinsam mit deinem Liebling Spaß. Sei es beim Toben, beim Faxen machen oder anderen Spielereien.

Der Spaß am Spielen

Lass beim Spielen auch gerne mal wieder das Kind in dir raus und sei kreativ (sieht ja auch niemand, wenn du dich Zuhause mal zum Affen machst ). Deine Mieze wird es dir danken.

Du wirst viel zu lachen haben und kannst auch einfach mal abschalten zwischen dem ganzen Alltagsstress. Also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Brich das Spiel aber bitte nicht ganz plötzlich ab, das könnte für die Katze wie eine Bestrafung aussehen. Sie könnte infolgedessen negative Erfahrungen mit dem Spielen verknüpfen und eventuell die Lust daran verlieren. Und das wollen wir ja nicht.

Besser ist es sowieso das Spiel zu beenden, wenn du merkst, dass deine Katze selbst keine große Motivation mehr zeigt oder schon sehr erschöpft wirkt. Dies ist meistens auch recht deutlich zu erkennen, also keine Sorge.

Fazit

Du merkst schon, beim Spielen mit Katzen gilt wie bei so vielen Dingen: es gibt unterschiedliche Typen. Bei manchen ist es super einfach sie zum teils wilden Spielen zu animieren, bei manchen braucht man etwas mehr Kreativität und Überzeugungskraft und bei manchen scheint es fast unmöglich.

Wir haben hier z.B. all diese drei Typen vertreten. Luke, der eigentlich immer für alles zu begeistern ist, Nala die manchmal etwas braucht, aber tendenziell schon gerne spielt und den oberfaulen Flash, bei dem wir uns wirklich seeeehr schwertun.

Aber gerade weil Flash so eine harte Nuss ist, weiß ich auch, dass es nicht vollkommen unmöglich ist ihn hin und wieder fürs Spielen zu begeistern. Es braucht nur eben manchmal auch einfach etwas Glück bei der Wahl der Beschäftigung und vor allem viel Geduld und Aufmerksamkeit.

Jetzt wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Spielen mit deinen Katzen und hoffe, dass du nun auch mehr Verständnis für das Verhalten deiner Katze/n entwickeln kannst.

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Wer steckt hinter Fensterkatzen?

Der Mensch hinter dem Blog, das bin ich – Maria, 29 Jahre jung. Zu den Katzen zählen Nala & Flash, die im Oktober 2016 im Alter von 14 Wochen bei mir und dem Katzenpapa eingezogen sind. Im Juli 2020 kam dann noch der kleine Luke hinzu. Gemeinsam leben wir in Hannover und genießen den Trubel, den die drei Rabauken Tag für Tag in unsere Wohnung bringen.

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Maria
Katzenmama & Bloggerin

Ich bin seit Oktober 2016 stolze Katzenmama von inzwischen drei Miezen und Katzenliebhaberin aus Leidenschaft. Sollte dies auch auf dich zutreffen, dann bist du hier genau richtig.

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