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Eine oder doch lieber zwei Katzen?

„Ich möchte gerne EINE Katze bei mir aufnehmen“. So oder so ähnlich war vermutlich auch einer deiner Gedanken, nachdem die Idee von felligem Zuwachs in dir zu keimen begann. Aber soll es wirklich nur eine Katze werden oder wären zwei Katzen nicht vielleicht besser?

Der Wunsch eine Katze zu adoptieren

Die Tatsache, dass du dir diesen Artikel ansiehst, zeigt zumindest schon mal, dass du bereits einen Schritt weiter bist als viele andere Katzenneulinge. Ich sehe nämlich immer wieder, dass dieses Thema bei vielen Katzenanfängern noch zu oft durch Unwissenheit geprägt ist.

Allerdings auch durch veraltete, aber dennoch allgegenwärtige, Annahmen, wie z.B. dass Katzen ja schließlich Einzelgänger sind, zwei Katzen auch immer doppelt so viel Arbeit machen und doppelt so viel Geld kosten. Außerdem liegt als Katzenanfänger der Gedanke nahe, sich nur eine Katze zu holen, weil es viele vielleicht auch gar nicht anders kennen.

Und da nehme ich mein damaliges Ich auch nicht aus. Auch ich wollte zunächst nur EINE Katze haben. Es kam mir nicht mal in den Sinn mehr als eine Katze bei mir aufzunehmen. Umso erstaunter war ich, als mir verschiedene Tierheime erzählten, dass sie gerade junge Katzen nur als Paar vermitteln.

Um mal herauszufinden, wie das bei anderen Katzenbesitzern aussieht, habe ich auf unserem Instagram Account eine kleine Umfrage gestartet. Diese hat ergeben, dass knapp die Hälfte der fast 270 Teilnehmer zu Beginn nur eine Katze hatten.

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Und ich könnte mir vorstellen, dass unter dem Anteil mit zwei und mehr Katzen auch viele Personen sind, denen es ähnlich erging wie mir – man kommt gar nicht auf die Idee eine zweite Katze zu holen, wird dann aber auf diese Thematik aufmerksam gemacht und holt sich doch direkt zwei Katzen. Denn je öfter ich hörte, dass junge Katzen nur als Paar abgegeben werden, kam ich immer mehr ins Grübeln und fing an zu recherchieren.

Mythos 1: Katzen sind Einzelgänger

Stimmt nicht! Katzen sind im Allgemeinen sehr soziale Tiere. Zu Missverständnissen und dem oft angeführten Mythos, dass Katzen Einzelgänger seien, führt lediglich die Tatsache, dass Katzen EinzelJÄGER sind.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie auch EinzelGÄNGER sind. Denn trotz der Tatsache, dass sie lieber allein auf die Jagd gehen, leben sie am liebsten in Gesellschaft.

Dies lässt sich besonders gut bei Straßenkatzen oder freilebenden Katzen (z.B. Bauernhofkatzen) beobachten. Denn sie tun sich in der Regel zu kleinen Kolonien zusammen, anstatt sich die ganze Zeit aus dem Weg zu gehen.

In der Natur schließen sich vor allem weibliche Katzen zu Gruppen zusammen. Es lässt sich sogar beobachten, dass sie sich gegenseitig unterstützen, wie z.B. bei der Aufzucht der Katzenbabys. Die männlichen Artgenossen hingegen verlassen mit Erreichen der Geschlechtsreife meist die Gruppe und machen sich auf die Suche nach einem neuen Revier.

Dieses Verhalten folgt also einem ähnlichen Schema, wie bei den großen Verwandten unserer Hauskatzen – den Löwen. Diese leben ebenfalls in Rudeln, welches meist aus mehreren Weibchen und nur wenigen männlichen Löwen besteht.

Kaum eine Katze kommt als Einzelkind zur Welt

Katzen bekommen im Durchschnitt drei bis sechs Kätzchen pro Wurf. Das bedeutet, Katzen wachsen in der Regel immer in kleinen Gruppen zusammen mit den Geschwistern auf. Selbst wenn sie nicht innerhalb einer großen Katzenkolonie leben.

Kaum eine Katze kommt also als Einzelkind zur Welt. Und selbst in solchen Fällen gibt es immer noch die Mama als Artgenossen. Warum sollte es also im fortgeschrittenerem Alter anders sein?

Ausnahmen bestätigen die Regel

Klar gibt es Ausnahmen, wo Katzen lieber allein gehalten werden sollten, denn Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Meistens sind sie dies jedoch nicht von Geburt an, sondern weil sie zum Beispiel schlechte Erfahrungen mit anderen Katzen gemacht haben und sich deshalb nicht mehr auf einen Artgenossen einlassen können.

Viele solcher Ausnahmen sind jedoch dem Menschen und seinem Verhalten geschuldet.

Katzen können zum Beispiel zu Einzelkatzen werden, wenn sie als Kitten zu früh von ihrer Mutter und den Geschwistern getrennt wurden und deshalb nicht richtig sozialisiert sind. Dies kann Verhaltensauffälligkeiten und ein schlechtes Sozialverhalten zur Folge haben, sodass der Eindruck entsteht, dass die Katze nunmal von Geburt an lieber Einzelkatze sei.

Viele dieser „Einzelkatzen“ sind auch nur so geworden, weil sie zuvor viel zu lange allein leben mussten und deshalb mit der Zeit verlernt haben auf katzentypische Weise zu kommunizieren oder wie man sich Artgenossen gegenüber verhält.

In diesem Fall sind die Katzen dann auch meist bereits im mittleren Alter oder sogar schon Senioren. Durch die lange Zeit allein ist eine Vergesellschaftung mit Artgenossen oft nicht mehr möglich, weil sie einfach nicht mehr mit Artgenossen umzugehen wissen.

Bei Kätzchen die einfach nur zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt wurden, lässt sich gegebenenfalls noch gegensteuern, insofern man nicht zu lange damit wartet.

Gilt das auch für Freigänger?

Bei Katzen, die Freigang genießen, stellt sich natürlich auch die Frage, ob sie nicht durchaus auch als Einzelkatze leben könnten. Hierauf würde ich antworten: Teilweise.

Solange genug Artgenossen in der Nachbarschaft leben und die eigene Katze nicht nur sporadisch mal rausgelassen wird, sondern viel Zeit draußen verbringen kann, ist es sicherlich auch möglich so einen Freigänger als Einzelkatze zu halten. Der Kontakt zu anderen Katzen wäre hierbei immerhin gegeben.

Zumindest solange es draußen nicht ständig zu (bösartigen) Auseinandersetzungen mit den Artgenossen kommt. Denn dann ist es sicherlich nicht besonders angenehm draußen auf Streifzug zu gehen. Manch eine Katze zieht unter diesen Umständen vielleicht sogar die potenzielle Einsamkeit im sicheren Heim vor. In diesem Fall wäre ein Katzenkumpel für drinnen zum Spielen und Kuscheln wiederum sehr von Vorteil.

Darüber hinaus sollte man ebenfalls bedenken, dass die Einzelkatzen mit Freigang sowohl in der Eingewöhnungsphase als auch bei Krankheiten oder starken Witterungsbedingungen trotzdem allein im Haushalt wären. Es bleibt also dennoch abzuwägen, ob ein Katzenkumpel für diese Zeiten nicht doch von Vorteil wäre.

Nicht jede Katze mag jede Katze

Es ist auch nicht gesagt, dass jede Katze, die sich nicht sofort mit einer weiteren Katze versteht, lieber Einzelkatze wäre. Nur weil sie mit DIESER einen Katze nicht zurechtkommt, heißt das noch lange nicht, dass sie mit KEINER Katze zurechtkommt. Und auch wenn Katzen nicht miteinander kuscheln oder spielen bedeutet es nicht automatisch, dass die Katzen es nicht trotzdem schätzen einen Artgenossen in ihrer Nähe zu haben.

Auch bei uns Menschen gibt es Personen, die wir gerne mögen und mit denen wir gerne Zeit verbringen. Aber eben auch welche, mit denen wir überhaupt nicht können. Unter Katzen ist das nicht anders.

Der Mensch als Sozialpartner für die Katze

Oft herrscht auch die Meinung, dass eine Katze ruhig ohne einen Artgenossen leben kann, weil „sie hat ja den Menschen“. Dass der Mensch aber eine Katze nicht ersetzen kann, egal wie viel Mühe man sich gibt, sollte eigentlich klar sein. Schließlich sprechen Mensch und Katze eine ganz andere Sprache.

Katzen brauchen einen Sozialpartner und damit ist nicht der Mensch gemeint, sondern ein Artgenosse.

Stell dir einmal vor, du lebst als einziger Mensch in einer Herde Elefanten. Würdest du dich dort wohlfühlen, wenn du nie mit jemandem in deiner Sprache sprechen könntest und dich deswegen eventuell auch manchmal total unverstanden fühlst? Selbst wenn die Elefanten sich sonst sehr liebevoll um dich kümmern?

Nein, auf Dauer sicherlich nicht. Du wirst es vermissen einen Artgenossen zu haben, der einfach genauso denkt, fühlt und sich bewegt, wie du. Und so geht es auch Katzen, die in einem Haushalt ohne Kontakt zu Artgenossen.

Besondere Anforderungen für Halter von Einzelkatzen

Ist eine Zusammenführung mit einem Artgenossen, aus welchen Gründen auch immer, wirklich nicht mehr möglich, braucht eine Einzelkatze als Ausgleich enorm viel Aufmerksamkeit von ihrem Menschen. Denn der Mensch ist in diesem Fall der einzige Bezugspartner.

Man sollte also schauen, wie die eigenen Lebensumstände und Möglichkeiten sind. Für vollzeitberufstätige Personen, die eventuell sogar noch alleinstehend sind, ist Einzelkatze also nicht geeignet, da sie wohl den Großteil des Tages allein wäre. Dadurch kommt schnell Langeweile und Einsamkeit auf, was wiederum zu Verhaltensauffälligkeiten führen kann.

Ist es wirklich so schlimm eine Katze allein zu halten?

Ganz klares ja! Zumindest, wenn die Katze nicht explizit als Einzelkatze vermittelt wird, aufgrund von schlechten Erfahrungen, Krankheiten oder ähnlichem. Katzen sind wie gesagt von Natur aus sehr soziale Tiere und brauchen die Gesellschaft von Artgenossen, um ein glückliches und gesundes Leben führen zu können.

Gesundheitliche bzw. psychische Folgen von Einzelhaltung

Lebt eine Katze ganz allein kann dies schwerwiegende gesundheitliche bzw. psychische Folgen haben. Dazu zählen zum Beispiel Einsamkeit, Unterforderung und Despressionen. Die Katzen hören auf zu spielen, bewegen sich weniger und schlafen mehr, als es für sie eigentlich üblich ist.

Die Unzufriedenheit kann sich allerdings auch anders zeigen. So z.B. durch Verhaltensauffälligkeiten, wie Aggressivität, Protestpinkeln oder das Zerkratzen von Wänden und Möbeln.

Allerdings sieht man es auch nicht jeder Katze (direkt) an, dass sie sich als Einzelkatze nicht so wohl fühlt oder ihr etwas fehlt. Katzen sind Meister im Verschleiern, sodass es durchaus sein kann, dass die Katze ihre Situation einfach akzeptiert und versucht das Beste daraus zu machen, aber nie rundum glücklich ist.

Katzen sind von Natur aus keine Einzeltiere!

Es liegt also bei dir ihr einen Weggefährten zur Verfügung zu stellen solange es nicht nachgewiesen ist, dass die Katze als Einzelkatze wirklich besser zurecht kommt.

Potenzielle Gefahr: Der Mensch als Raufpartner

Ist kein Katzenpartner im Haushalt vorhanden, wird zudem der Mensch als Raufpartner verwendet. Man wird gekratzt und gebissen, wie es eben Katzen beim Spielen untereinander auch machen würden. Nur in der Regel möchte man das ja nicht bei sich selbst erleben, da es durchaus schnell sehr schmerzhaft für uns werden kann.

Leben darüber hinaus (kleine) Kinder im Haus, kann es mitunter sogar gefährlich werden, da die Katze auch hier nicht unterscheiden kann und ihre Energie an den Menschen auslässt.

Mythos 2: Zwei Katzen machen doppelt so viel Arbeit und kosten doppelt so viel Geld

Dieser Glaubenssatz ist ebenfalls sehr tief in unseren Gedanken und unserer Gesellschaft verankert. Es stimmt jedoch nur teilweise. Zwei Katzen kosten zwar immer etwas mehr Geld und machen auch etwas mehr Arbeit. Aber nicht zwingend doppelt so viel, nur weil doppelt so viele Tiere im Haushalt leben.

Warum zwei Katzen nicht doppelt so viel Geld kosten wie eine

Angebrochenes Futter:

Ist die Katzenfutterdose erst einmal angebrochen, muss man sie wegwerfen sobald eine Katze es nicht (mehr) mag. In einem Mehrkatzenhaushalt kann man es dann jedoch einfach den jeweils anderen Katzen verfüttern.

Futtermenge:

Man kann bei zwei (oder mehr) Katzen zudem größere Mengen oder größere Gebinde an Futter kaufen, was den Preis pro Kilo teilweise enorm senken kann.

Katzentoiletten & Streu:

Die Faustformel für die Anzahl der benötigten Katzentoiletten lautet: ein Klo mehr, als Katzen im Haushalt leben. Sprich, man benötigt für eine Katze ZWEI Toiletten, für jede weitere Katze jedoch nur EINE weitere Toilette.

Dieses Verhältnis macht sich entsprechend natürlich auch in der benötigten Streumenge und beim Arbeitsaufwand der Reinigung bemerkbar. Man halt also nicht den doppelten Aufwand, sondern nur den 1,5-fachen.

Katzenspielzeug:

Auch beim Thema Katzenspielzeug braucht es nicht zwingend doppelt so viel Spielzeug, nur weil doppelt so viele Tiere im Haushalt leben. Die Katzen können sich die Spielsachen genauso gut teilen und sich abwechseln. Natürlich kann es passieren, dass die Sachen durch die Doppelbelastung schneller kaputt gehen und dann nachgekauft werden müssen.

Zudem verhält es sich hier ähnlich, wie beim angebrochenen Futter: wird ein Spielzeug von einer Katze nicht (mehr) verwendet, ist es noch lange kein Fehlkauf, denn ggf. findet die jeweils andere Katze es richtig super!

Katzenzubehör:

Für Katzenzubehör, wie z.B. den Kratzbaum, gilt das gleiche wie für das Katzenspielzeug. Nur weil man eine zweite Katze bei sich aufnimmt, muss man ja noch lange keinen zweiten Kratzbaum kaufen. Auch hier werden die meisten Sachen wohl einfach von beiden Katzen benutzt werden ohne alles doppelt kaufen zu müssen.

Tierarzt:

Das Einzige, was wirklich doppelt so teuer wird, sind die Tierarztbesuche. Denn dabei gibt es schließlich keinen Mengenrabatt. Aber auch hier kann es so und so kommen. Eine Einzelkatze könnte chronisch krank werden, mit teuren Medikamenten und zwei Fellnasen sind vielleicht einfach gesund und munter bis sie alt und schrumpelig sind. Das weiß man vorher sowieso nie.

Warum zwei Katzen nicht doppelt so viel Arbeit machen wie eine

An diesen Beispielen sieht man also sehr gut, dass zwei Katzen auf gar keinen Fall automatisch doppelt so teuer sind. Viel mehr gilt eine Art „Gesetz der Skalierbarkeit“. Dazu hier auch nochmal ein kleines Beispiel:

Die Katze muss gefüttert werden. Du holst also den Napf vom Futterplatz, wäschst ihn ab, holst eine Dose Katzenfutter aus dem Schrank, machst sie auf, befüllst den Napf und bringst ihn wieder zurück zum Futterplatz. Das dauert insgesamt vielleicht 5 Minuten.

Bist du der Meinung du bräuchtest für zwei Katzen also dementsprechend 10 Minuten? Nein, ich denke nicht. Es wird möglicherweise 6 Minuten dauern, aber in keinem Fall doppelt so lang.

Du siehst also, dass es weder bei den Kosten automatisch „doppelt so viel“ ist, wenn du mehrere Katzen im Haushalt hast, sondern genauso wenig beim täglichen Arbeitsaufwand.

Die Haltung von zwei Katzen bringt einige Vorteile mit sich

Mal ganz abgesehen davon, dass zwei Katzen nicht automatisch doppelt so viel Arbeit machen und Geld kosten, bringt es auch einige Vorteile mit sich, wenn man sich für einen Mehrkatzenhaushalt entscheidet.

Denn was sich auf jeden Fall verdoppelt: die Liebe, die dir entgegengebracht wird. Und wenn es gut läuft will auch immer irgendeine Katze kuscheln, wenn du auch gerade das Bedürfnis nach ein bisschen Nähe hast.

Außerdem können sich zwei Katzen (im besten Fall) auch super gegenseitig beschäftigen und auslasten. Und das vor allem artgerecht und auf katzentypische Weise. Dadurch kommt seltener Langeweile auf und die Katzen sind zufriedener. So ist es auch nicht so schlimm, wenn man mal länger arbeiten muss oder über Nacht weg bleibt.

Genauso das gegenseitige Putzen. Das ist einfach etwas, was ein Mensch nie genau so tun könnte, wie es Katzen untereinander pflegen. Es ist rundum einfach weitaus artgerechter Katzen nicht allein zu halten.

Hierbei ist es jedoch wichtig ein passendes Pärchen zu finden. Denn wenn sich die Katzen gegenseitig nicht riechen können oder sich nur an die Gurgel gehen, dann hat man nichts gewonnen.

Kitten sollten einen gleichaltrigen Spielpartner haben

Gerade bei sehr jungen Katzen sollten immer direkt zwei Katzen geholt werden, da die Katzen in dem Alter einen Spiel- und Kuschelpartner noch sehr viel dringender benötigen. Sie kennen den engen Kontakt zu Artgenossen aus ihrer Kinderstube, denn da hatten sie immer die Mama und ihre Geschwister um sich herum.

Sie verstehen die Welt nicht mehr, wenn sie auf einmal völlig alleine sind. Zumal es eh schon eine große „Belastung“ für Kitten ist, wenn sie plötzlich von ihrer Familie getrennt werden und in eine komplett neue Umgebung mit völlig neuen Menschen kommen. Da hilft es natürlich umso mehr, wenn ein Geschwisterchen oder ein Kitten im ähnlichen Alter mit dabei ist und man diese Hürde gemeinsam nehmen kann.

Das Thema „ähnliches Alter“ ist hierbei sogar sehr relevant. Denn Kitten sollten im besten Fall mit (etwa) gleich alten Katzen zusammenleben, da eine erwachsene Katze mit so einem Energiebündel oft nicht mithalten kann. Oder es eben auch gar nicht will und sich durch so viel Energie nur genervt fühlt.

Es kann natürlich auch passieren, dass eine ältere Katze die Position des „großen Bruders“ oder der „großen Schwester“ einnimmt und sich dem kleinen Wirbelwind regelrecht annimmt. Aber selbst da sollte der Altersunterschied nicht zu groß sein, denn ältere Katzen haben ganz andere Bedürfnisse und Energiereserven als die jungen Hüpfer.

Gesundheitliche bzw. psychische Folgen von Einzelhaltung

Um die Ursprungsfrage „Eine oder doch lieber zwei Katzen“ zu beantworten: Es kommt darauf an. Es gibt bei diesem Thema nicht nur Schwarz und Weiß. Es gibt auch immer wieder ganz individuelle Umstände und Ausnahmen.

Jede Situation ist anders und man sollte auch niemanden von vornherein und ohne Hintergrundwissen dafür verurteilen, dass er nur eine Katze hat. Trotzdem gilt immer:

Es ist für die meisten Katzen besser und artgerechter, wenn sie in Katzengesellschaft leben können.

Gerade jetzt in Zeiten von Corona und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen merken viele Menschen am eigenen Leib, wie sehr sie den Kontakt zu anderen Menschen vermissen und brauchen, um glücklich zu sein. Bei Katzen ist das nicht anders.

Je länger Katzen jedoch allein gehalten werden, desto mehr verlernen sie sich sozial gegenüber Artgenossen zu verhalten und mit ihnen zu kommunizieren, was eine spätere Zusammenführung sehr erschweren oder sogar unmöglich machen kann

Und um auch nochmal auf meine Umfrage bei Instagram zurück zu kommen: Meine erste Frage nach der Anzahl der Katzen zu Beginn als Katzenmama / Katzenpapa ging ja fast 50:50 aus. Ich habe den Leuten allerdings auch noch eine zweite Frage gestellt. Nämlich, wie viele Katzen sie inzwischen haben. Das Ergebnis war sehr eindeutig.

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Man sieht daran also sehr gut, dass die meisten im Laufe der Zeit feststellten, dass mehr als eine Katze meistens doch die bessere Wahl ist. Ob aus Sicht der Katze oder aus Sicht des Halters sei einfach mal dahin gestellt.

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Wer steckt hinter Fensterkatzen?

Der Mensch hinter dem Blog, das bin ich – Maria, 28 Jahre jung. Zu den Katzen zählen Nala & Flash, die im Oktober 2016 im Alter von 14 Wochen bei mir und dem Katzenpapa eingezogen sind. Im Juli 2020 kam dann noch der kleine Luke hinzu. Gemeinsam leben wir in Hannover und genießen den Trubel, den die drei Rabauken Tag für Tag in unsere Wohnung bringen.

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