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Fenstersicherung für Katzen ohne Bohren

Es ist Sommer! Da möchte nicht nur der Stubentiger schöne, frische Luft schnuppern. Auch der Mensch hat das Bedürfnis die Fenster weit aufzureißen und etwas kühle Luft hinein zu lassen. Da ist es von Vorteil, wenn man die Katze(n) nicht immer aussperren muss, um durchzulüften.

ANLEITUNG

Im folgenden Beitrag findet ihr eine Anleitung, wie wir die Fenstersicherung gebaut haben ohne das Fenster zu beschädigen oder bohren zu müssen und wie ihr es (mehr oder weniger einfach) nachbauen könnt. Mehr oder weniger einfach meine ich nur, weil wir beim Bauen immer wieder vor neuen Problemen standen, aber darauf komme ich im Laufe der Anleitung nochmal zurück.

PROBLEM

Wir haben unsere zwei Katzen Ende Oktober bei uns aufgenommen, sodass wir bisher gut damit ausgekommen sind das tägliche, kurze Stoßlüften zu erledigen, während die Katzen in einem anderen Zimmer beschäftigt waren. In den letzten Wochen und Monaten kam dann allerdings immer häufiger das Bedürfnis auf, auch mal etwas länger das Fenster offen zu lassen, da es an warmen Tagen sehr schnell stickig und warm in der Wohnung wird. Die Katzen dafür immer über längere Zeit auszusperren erschien uns keine gute Lösung zu sein. Insbesondere Flash fängt nach ein paar Minuten Trennung schon an, seinem Unmut darüber lautstark Luft zu machen und seit neuestem springt er nicht nur an Türen hoch, sondern hat auch gelernt wie man Türen öffnet. Jedes Mal die Türen in seiner eigenen Wohnung abschließen zu müssen und jedes Mal darauf Acht zu geben, dass nicht doch eine Katze durch die Tür huscht, ist auf Dauer auch sehr nervenaufreibend.

LÖSUNG

Also musste eine Lösung her! Nachdem ich ein wenig das Internet und verschiedene Foren durchsucht hatte, blieb eigentlich nur die Frage: Wollen wir eine dauerhafte Lösung, bei der man das Fenster auch wieder schließen kann, die aber von außen immer sichtbar ist oder wollen wir einen herausnehmbaren Rahmen, der auch für ein baugleiches Fenster in der Küche genutzt werden kann, allerdings immer, wenn das Fenster zu ist, irgendwo in der Wohnung rum stehen wird?

Wir haben uns schließlich für die dauerhafte Lösung entschieden, nachdem wir festgestellt haben, dass das Netz von außen gar nicht so auffällig aussieht, wie wir es befürchtet hatten. Das bedeutet, dass der gebaute Rahmen immer an Ort und Stelle verbleibt und das Fenster trotz Rahmen einfach auf und zu gemacht werden kann.

MATERIAL

Zunächst müsst ihr euch natürlich alle Materialien und Werkzeuge besorgen, die für das Projekt benötigt werden:

Hinweis: Wir haben uns bewusst für ein Katzennetz mit Drahtverstärkung entschieden, das bis zu 95 kg halten soll, damit es auch auf gar keinen Fall reißt, falls mal eine Katze versucht daran hochzuklettern. Es gibt hier auch “durchsichtige” Varianten, die zwar etwas weniger auffällig sind, dafür aber auch kaum was aushalten. Denkt vorher genau darüber nach, was ihr haben möchtet, damit es hinterher kein böses Erwachen gibt.

KOSTEN

Die Kosten für die Materialien können natürlich je nach Baumarkt, Maßen oder Qualität schwanken, aber bei uns beliefen sich die Kosten in etwa auf knapp 60 €. Das klingt für ein Fenster natürlich recht viel, allerdings mussten wir auch ein paar Sachen kaufen, die manche vielleicht schon zu Hause haben (z.B. Tacker, Pinsel, etc.). Es ist z. T. auch einiges übrig geblieben wie z.B. von dem Lack, den Tackernadeln oder dem Katzennetz*. All diese Materialien bräuchten wir für ein zweites Fenster dann nicht mehr zu kaufen, sodass sich die Kosten dann auf knapp 20 – 25 € pro Fenster beschränken würden.

SCHRITT 1:

Als Erstes müssen alle notwendigen Maße erfasst werden, sprich die Höhe und Breite der Fensteröffnung für die Länge der Kanthölzer, sowie die Fensterrahmenstärke an der Stelle, wo später die Winkel befestigt werden sollen.

Hinweis: Unsere Fenster sind relativ alt und ganz komisch konstruiert. Wir brauchten einen Winkel mit unterschiedlichen Längen, da unser Fensterrahmen in dem Bereich nur 1,5 cm hoch, aber inklusive dem von uns zur Fenstersicherung davor gebauten Rahmen knapp 3 – 4 cm tief wäre. Überlegt euch also vorher genau, wo der Winkel sitzen muss, damit das Fenster trotz Winkel immer noch geschlossen werden kann und wie viel Platz ihr dafür zur Verfügung habt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich euch den Winkel einmal an allen vier Seiten des Fensters zu positionieren (mit Klebeband o.ä. befestigen) und zu prüfen, ob sich das Fenster trotzdem schließen lässt. Falls nicht, benötigt ihr nämlich entweder dünnere Winkel oder diese Bauweise kommt für euch nicht in Frage! Und es wäre sehr schade, wenn man das erst ganz am Ende feststellen würde und die ganze Arbeit umsonst war…

SCHRITT 2:

Nachdem alle Materialien besorgt und bereit gelegt wurden, geht es zunächst ans zuschneiden der Kanthölzer, falls diese noch nicht die richtige Länge haben. Überlegt euch vorher in welcher Form ihr den Rahmen zusammen bauen wollt, denn davon hängt auch die Länge der Hölzer ab!

Anmerkung: Ursprünglich hatten wir uns für Variante 1 entschieden. Allerdings weiß ich bis heute nicht, warum uns nach dem Sägen der ersten Latte und der Überprüfung am Fenster 8mm gefehlt haben. Deswegen mussten wir spontan zu Variante 2 wechseln, wo die Hölzer oben und unten ja ein Stück kürzer sind.

Außerdem mussten wir umdisponieren, weil es keine Winkel in dem Maß, was wir benötigt hätten, gab. So musste der ganze Rahmen zu allen Seiten ein paar Millimeter kleiner sein (er ragt dann etwas über den richtigen Fensterrahmen hinaus), damit die Winkel trotzdem vernünftig angebracht werden konnten.

Anschließend noch kurz die Enden grob abschmirgeln, falls beim Sägen unschöne Kanten entstanden sind.

SCHRITT 3:

Nun geht es ans lackieren. Das ist wichtig, damit der Rahmen einen Wetterschutz erhält und nicht direkt beim ersten Regen durchschimmelt oder ähnliches und instabil wird. Dabei sollte man darauf achten alle Seiten zu lackieren, auch die Seiten an den Enden, da diese, je nach Konstruktion, auch dem Wetter ausgesetzt sind. Da uns nicht nur der Wetterschutz wichtig war, sondern auch eine einheitliche Optik mit dem bestehenden Fensterrahmen, haben wir uns für einen weißen Lack entschieden.

Mein Tipp: Versucht nicht alle Seiten auf einmal zu lackieren, damit es schneller geht. Lackiert am besten jede Seite einzeln, lasst sie trocknen und macht erst dann weiter mit der nächsten Seite. Sonst kann es passieren, dass ein wenig Farbe an den Seiten runter läuft und die Kanthölzer am Untergrund (in unserem Fall war das Zeitung) festklebt und sowas gibt nur unschöne Stellen.

SCHRITT 4:

Als nächstes wird der Rahmen auf dem Boden zusammengelegt und die Flachwinkel verschraubt. Schraubt am besten noch nicht alle Schrauben fest und testet lieber nochmal am Fenster, ob die Größe auch wirklich passt. Wenn dem so ist, dann können auch die letzten Schrauben montiert werden.

SCHRITT 5:

Nachdem der Rahmen steht, geht es ans bespannen mit dem Katzennetz. Legt dazu das Netz erstmal grob über den Rahmen, zur Sicherheit mit etwas Überstand. Fangt nun an einer Seite an das Netz fest zu tackern. Dabei sollte es möglichst straff gespannt sein. Anschließend geht es reihum an allen Seiten weiter. Im Bereich der Flachwinkel muss das Netz allerdings an der oberen Seite des Rahmens befestigt werden, da durch die Winkel nicht genug Platz wäre, um für ausreichend Halt zu sorgen. Wenn ihr diesen Akt der gefühlt 1000 Tackernadeln hinter euch gebracht habt, braucht ihr nur noch die überstehenden Reste (am besten hinter dem nächsten Knoten) abzuschneiden und dann ist es auch schon fast geschafft

SCHRITT 6:

Im letzten Schritt wird der Rahmen schon mal probehalber vor das Fenster gehalten, damit die richtigen Positionen für die Winkel angezeichnet werden können. Wir mussten dazu leider jeweils zwei Stellen im Netz auftrennen, da unsere Winkel so breit ausfallen und sonst nicht durch das Netz gepasst hätten. Danach die Winkel so anschrauben, dass sie halten aber noch nicht komplett fest sitzen, damit sich die Winkel noch bewegen lassen. Jetzt müsst ihr nur noch den Rahmen außen vor dem Fenster ausrichten und die Winkel fest verschrauben. Tadaaaaa! Die Fenstersicherung ist fertig und die Katzen können sie ausgiebig testen! Aber tut mir den Gefallen und prüft vorab bitte nochmal, ob auch alles wirklich gut hält, damit euren Lieblingen auch wirklich nichts passieren kann! Und lasst das Netz zumindest in den ersten Tagen nicht unbeobachtet.

IMPRESSIONEN

Hier sind noch ein paar schöne Foto’s vom ersten Eindruck unserer beiden Prüfer Nala und Flash. Sie sind Beide super happy und sitzen nur noch vorm Fenster, sobald das erstmal offen ist. Es gibt so viele, neue, spannende Sachen zu entdecken, da sind wir und anderes Spielzeug abgeschrieben, lediglich Futter schafft es noch das Fenster zu übertrumpfen

Auf unserem Instagram Account seht ihr ein Video, das sehr gut zeigt, wie stabil dieses Netz ist, denn Flash hat es dem Härtetest unterzogen: >> VIDEO <<

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Über uns

WER STECKT HINTER FENSTERKATZEN?​

Der Mensch hinter dem Blog, das bin ich – Maria, 26 Jahre jung. Zu den Katzen zählen Nala & Flash, die im Oktober 2016 im Alter von 14 Wochen bei mir und dem Katzenpapa eingezogen sind. Gemeinsam leben wir in Hannover und genießen den Trubel, den die zwei Rabauken Tag für Tag in unsere Wohnung bringen.

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WER STECKT HINTER FENSTERKATZEN?​

Der Mensch hinter dem Blog, das bin ich – Maria, 26 Jahre jung und von Beruf Innenarchitektin. Zu den Katzen zählen Nala & Flash, die im Oktober 2016 im Alter von 14 Wochen bei mir und dem Katzenpapa eingezogen sind. 

Kommentare zum Beitrag

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Michelle

Vielen Dank für diesen Beitrag. Eine Frage hätte ich aber noch; wie (und vor allem wo) habt ihr den die Winkel befestigt, die den Gitterrahmen halten? Wenn das Fenster geschlossen wird, funktioniert dies ja eigentlich nicht, da ja dann eben der Winkel im Weg ist. Oder hab ich da was… Mehr Lesen »

Radi

Hällöchen, eine super Anleitung! Wenn das Netz heute endlich von Amazon kommt bin ich auch so gut wie fertig. Das einzige was mir noch fehlt sind die Winkel mit denen ich den Holzrahmen am Fensterrahmen befestige. Das sind ja welche, wo eine Seite kürzer ist. Bei uns im Baumarkt gibt… Mehr Lesen »

Jens Rasche

Hallo allerseits, meine Fenster sind auch mit Katzennetz gesichert, von der Innenseite her. Außen ist Fliegengitter, damit die Mücken draußen bleiben. Die Dicke des Rahmens verhindert, dass eine Katzenkralle das Fliegengitter zu schnell in Streifen schneidet. So kann im Sommer das Fenster auch nachts offen bleiben. Eine wunderbare Anleitung und… Mehr Lesen »

Otto

Einfacher und Günstiger ist ein ganz normales Fliegengitter. ca.20€ bei aldo,lidel und co

Eva

Danke für den tollen Beitrag. Ich will meinen zwei auch sowas bauen. Nur – bei meinen Fenstern rasten die Fenster dicht in den Rahmen ein – da wäre der Winkel dann sicher im Weg. War das bei euch nicht so oder wisst ihr da eine Lösung?