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Vorsorgeuntersuchung: Wie oft muss eine Katze zum Tierarzt?

Wir Menschen gehen regelmäßig zur Vorsorge, wie z.B. zum Zahnarzt, oder sollten es zumindest tun. Das ist so nichts Neues. Aber wie sieht das eigentlich bei unseren Katzen aus? Sollten bei Katzen auch regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen gemacht werden? Kleiner Spoiler: Na klar!

Wie oft deine Katze zum Tierarzt muss, welche Vorsorgeuntersuchungen es gibt, wann sie sinnvoll sind und was dir dadurch für Kosten entstehen, erfährst du alles ganz ausführlich in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

Warum (regelmäßige) Vorsorge wichtig ist

Ähnlich wie bei uns Menschen, dienen Vorsorgeuntersuchungen bei deiner Katze dazu, eventuelle Krankheiten frühzeitig zu erkennen und entsprechend besser behandeln zu können.

Allerdings ist die Vorsorge bei der Katze noch sehr viel wichtiger. Und zwar aus einem Grund, den du sicherlich schonmal gehört hast: Katzen sind Meister darin Schmerzen und Krankheiten zu verheimlichen. Erst wenn es wirklich richtig schlimm ist, zeigt dir deine Katze, dass etwas mit ihr nicht stimmt.

Unter Umständen kann es dann bereits zu spät sein oder es bedarf größerer Eingriffe und stärkerer Medikation. Das muss nicht sein und lässt sich durch regelmäßige Tierarztbesuche gut vermeiden. Getreu dem Motto:

Vorsicht ist besser als Nachsicht bzw. Vorsorge ist besser als Nachsorge!

Aber nicht nur unnötige Schmerzen und Krankheiten lassen sich durch Vorsorgeuntersuchungen verhindern. Es ist ebenso möglich potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und diesen vorab entgegenzuwirken, um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

Wie oft deine Katze zum Tierarzt sollte

Die Empfehlung wie oft deine Katze zum Tierarzt sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der wohl größte Faktor ist natürlich das Alter. Sehr junge und vor allem alte Katzen benötigen häufigere Gesundheitschecks als erwachsene, gesunde Katzen.

Es ist aber auch von Untersuchung zu Untersuchung unterschiedlich oder kann je nach Haltungsform (Freigänger oder Wohnungskatze) variieren. Sprich dafür am besten mal mit dem Tierarzt deines Vertrauens und lass dich beraten.

Als Grundregel kannst du dir aber merken: Eine erwachsene, gesunde Katze sollte mindestens 1x im Jahr zum Tierarzt zur Vorsorge gehen.

Mit zunehmendem Alter werden Vorsorgeuntersuchungen, wie oben schon erwähnt, immer wichtiger. Außerdem sollten auch mehr Untersuchungen durchgeführt werden, um altersbedingte Krankheiten früh genug zu erkennen.

Deswegen ist es ratsam ab einem Alter von 7 – 10 Jahren (entspricht ca. 44 – 56 Menschenjahren) die Frequenz zu erhöhen. Zum Beispiel auf halbjährliche Tierarztbesuche.

Welche Vorsorgeuntersuchungen es für Katzen gibt

Beim Thema Vorsorge würde ich generell zwei Bereiche unterscheiden. Einmal die tierärztlichen Untersuchungen, an die man vermutlich als erstes denkt und einmal die Dinge, die du vorsorglich bei dir zu Hause selbst übernehmen kannst.

Vorsorge für Zuhause

Neben den allgemeinen Methoden, wie gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung, die ich dir zusammen mit noch weiteren Möglichkeiten schonmal im Beitrag „Wohnungskatzen: Wie bleiben sie fit und gesund?“ gezeigt habe, kannst du dem Tierarzt auch schon ein paar Untersuchungen „abnehmen“.

Zu diesen „Untersuchungen“ gehören z.B.:

Viele dieser Dinge kannst du auch super in deinen Alltag integrieren. Mit Hilfe von Clickertraining kannst du beispielsweise das Ohren anschauen sehr gut üben.

Das beschäftigt deine Katze nicht nur und stärkt die Bindung zu dir, sondern vermindert zudem auch den Stress, den deine Katze ansonsten bei solchen Untersuchungen haben könnte.

Wie häufig du die „DIY-Vorsorge“ machst, bleibt dir überlassen und hängt natürlich auch wieder von dem jeweiligen Punkt ab. Deine Katze jeden Tag zu wiegen ist nicht unbedingt nötig, wohingegen sowas wie die Futter- und Trinkmenge im Auge zu behalten schon eine wichtige, tägliche Aufgabe für dich wäre.

Die Futtermenge deiner Katze immer im Blick haben

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Wenn dir bei deiner Kontrolle etwas nicht ganz normal vorkommt, dann geh lieber einmal zu viel zum Tierarzt als einmal zu wenig. Je nach Ausmaß und Veränderung, könnten es nämlich erste Hinweise auf eine Erkrankung sein.

Tierärztliche Untersuchungen deiner Katze

Hinzu kommen dann tierärztliche Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen. Dazu gehören:

Nicht alle diese Untersuchungen müssen ständig gemacht werden. Es dient dir lediglich als Überblick, was bei dem jährlichen oder halbjährlichen Gesundheitscheck deiner Katze gemacht werden könnte.

Welche Untersuchung wann, wie häufig und warum überhaupt gemacht werden sollte, dazu kommen wir jetzt nochmal im Detail.

Impfungen für Katzen ein wichtiger Punkt bei der Vorsorge

Einer der wichtigsten Aspekte bei der Vorsorge für Katzen sind regelmäßige Impfungen. Zu den Impfungen, die wirklich jede Katze bekommen sollte, gehören:

Katzenschnupfen: Felines Calicivirus (FCV) & Felines Herpesvirus (FHV)
Katzenseuche: Felines Panleukopenievirus (FPV)

Darüber hinaus können Impfungen gegen Tollwut oder Leukose / Katzenleukämie (FeLV) je nach Situation, Haltungsform und Alter nötig sein.

Tollwutimpfung

Eine Tollwutimpfung ist nur dann zwingend notwendig, wenn du mit deiner Katze das Land verlassen möchtest. In Deutschland gibt es, außer bei Fledermäusen, keine Tollwut mehr. Das Ansteckungsrisiko ist also sehr gering.

Es kann aber sein, dass dir dein Tierarzt auch ohne Auslandsreise empfiehlt deine Katze gegen Tollwut zu impfen. Zum Beispiel wenn sie Freigang genießen soll oder du sie im Falle eines Urlaubs in einer Tierpension unterbringen möchtest. Gerade bei der Unterbringung in Tierpensionen ist es in den meisten Fällen eine Vorgabe, um seine Katze dort für die Zeit des Urlaubs in Pflege zu geben.

Es kann nämlich unter Umständen passieren, dass die Tollwut in Deutschland doch wieder ausbricht. In diesem Fall ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass ungeimpfte Katzen schon allein bei dem Verdacht sich angesteckt zu haben, eingeschläfert werden müssen. Dieses Risiko lässt sich durch einen kleinen Piecks gut verhindern.

FeLV Impfung

Ähnlich sieht es bei der FeLV Impfung aus. Sie ist ebenfalls empfehlenswert, wenn deine Katze Freigang bekommt oder du sie in einer Tierpension unterbringen möchtest. In diesen Fällen hat sie nämlich potenziell Kontakt zu anderen Katzen, deren FeLV Status unbekannt ist

Bei der FeLV Impfung ist es jedoch so, dass vor allem junge Katzen geimpft werden sollten, da das Risiko einen schweren Verlauf der Leukose zu erleiden gerade in jungen Jahren höher ist und durch eine Impfung vermieden werden kann.

Bei Katzen ab einem Alter von 7 Jahren ist das Risiko für eine schwere Infektion hingegen sehr gering. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Impfung unter normalen Umständen eigentlich nicht mehr nötig.

Unterschied zwischen Wohnungskatzen und Freigängern

Warum Freigänger im Gegensatz zu reinen Wohnungskatzen mehr Impfungen brauchen, hat den einfachen Grund, dass sie ziemlich sicher mit anderen unbekannten Katzen oder Wildtieren in Kontakt kommen. Die Wahrscheinlichkeit bei Wohnungskatzen ist dahingehend relativ gering.

Obwohl auch hier Vorsicht geboten ist! Denn auch Wohnungskatzen können sich mit bestimmten Krankheiten, Bakterien und Co. infizieren, selbst wenn sie nicht raus ins Freie dürfen.

Wir bringen die Erreger nämlich oft selbst mit in die eigene Wohnung. Zum Beispiel über unsere Hände, Schuhe oder die Kleidung. Deshalb sind selbst für Wohnungskatzen mindestens die Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche Pflichtprogramm.

Die Häufigkeit der Impfungen für erwachsene Katze

Wie häufig die Impfungen aufgefrischt werden müssen, hängt von dem jeweiligen Impfstoff ab. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) empfiehlt für Katzen in Deutschland folgende Abstände für eine Auffrischung:

Katzenschnupfen (Impfstoffkürzel RC): bis zu 3 Jahren (je nach Impfstoff)
Katzenseuche (Impfstoffkürzel P): 3 Jahre (mit positivem Antikörpertest auch mehr)
Tollwut (Impfstoffkürzel T): nach Angaben des Herstellers
Leukose (Impfstoffkürzel FeLV): je nach Alter der Katze

Quelle: Leitlinie zur Impfung von Kleintieren | 5. Auflage | StIKo Vet | Stand 01.01.2021

Lass dich für die Notwendigkeit und den Abständen der Tollwut- und Leukoseimpfung am besten von deinem Tierarzt beraten.

Man sieht an dieser Empfehlung allerdings sehr gut, dass einige Tierärzte zu häufig impfen. Es ist also wichtig, sich selbst zu informieren, sich nicht einfach blind jährliche Impfungen abzuholen, die eigentlich gar nicht nötig wären und vor allem auch mit dem Tierarzt offen über dieses Thema zu kommunizieren.

Die Grundimmunisierung von Kitten

Junge Katzen bilden beim Thema Impfung nochmal eine kleine Ausnahme. Sie sollten rechtzeitig grundimmunisiert werden, damit sie gegen teils lebensgefährliche Krankheiten geschützt sind.

Besonders zu Beginn ihres Lebens sind Katzen anfällig für Krankheiten, da ihr Immunsystem erstmal aufgebaut werden muss.

Normalerweise passiert das in den ersten Lebenswochen über die Muttermilch. Darüber werden nämlich Antikörper der Mutter aufgenommen und bieten ausreichend Schutz für die Kleinen.

Da Kitten allerdings nicht ihr Leben lang bei ihrer Mama trinken, sondern innerhalb von wenigen Wochen auf feste Nahrung umsteigen und durch den nachlassenden Schutz durch die Muttermilch immer anfälliger für Krankheiten werden, bedarf es zusätzlicher Unterstützung für das Immunsystem.

Diese Unterstützung wird mit der Grundimmunisierung gewährleistet. Sie besteht aus insgesamt vier Impfungen:

1. Impfung im Alter von 8 Wochen
2. Impfung im Alter von 12 Wochen
3. Impfung im Alter von 16 Wochen
4. Impfung im Alter von 15 Monaten

Es kann allerdings durchaus vorkommen, dass sich die Impfungen etwas verzögern, z.B. aufgrund einer akuten Erkrankung. Deshalb wurden unsere Katzen Nala und Flash beispielsweise erst etwas später geimpft, weil sie als Babys mit einem Hautpilz zu kämpfen hatten und dadurch nicht bereit für eine Impfung waren.

Kläre bitte unbedingt den Impfstatus deiner Katze/n ab, bevor du sie bei dir aufnimmst. Jeder seriöse Züchter oder Tierschutzverein sollte dir darüber genaue Auskunft geben und den Impfausweis zeigen können.

Sollte deine Katze nicht (vollständig) grundimmunisiert sein, wenn du sie bekommst, dann lass es so schnell wie möglich nachholen. Wann genau der beste Zeitpunkt ist und welche Impfungen in dem Alter deiner Katze dann noch nötig sind, besprichst du am besten direkt mit deinem Tierarzt. Das kann nämlich auch immer nochmal etwas variieren.

Allgemeine tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen

Neben den Impfungen sollten auch allgemeine Untersuchungen auf gar keinen Fall zu kurz kommen.

Erstmal spricht der Tierarzt mit dir und erkundigt sich nach Auffälligkeiten oder Veränderungen. Dazu gehört auch, ob sich am Fress- und Trinkverhalten etwas geändert hat oder ob dir in letzter Zeit etwas beim Urin- und Kotabsatz aufgefallen ist.

Sind diese Punkte geklärt, wird sich der Tierarzt von dem äußerlichen Zustand deiner Katze überzeugen. Sprich, wie ist der allgemeine Zustand von Augen, Nase, Ohren, Krallen, Fell und der Figur deiner Katze? Wie bewegt sie sich?

Dazu zählt auch ein allgemeiner Check-up u.a. mit Wiegen und Temperatur Messen. Dieser wird häufig bereits vor der eigentlichen Untersuchung durch eine tierärztliche Fachangestellte (TFA) durchgeführt.

Außerdem sollten diese beiden Dinge bei einem guten Tierarzt im Normalfall eigentlich bei jedem Besuch durchgeführt werden und nicht nur bei expliziten Vorsorgeterminen.

Anmerkung

Hiervon ausgenommen sind sowas wie Nachkontrollen nach einer OP oder wenn du bereits wenige Tage zuvor vor Ort warst und nochmal im selben Behandlungsfall beim Tierarzt erscheinst. Dann sind diese Untersuchungen nicht unbedingt nochmal nötig, außer es dient der weiteren Behandlung.

Anschließend geht es weiter mit dem Abtasten oder Abhören von inneren Organen, wie z.B. dem Herzen, der Lunge, dem Bauchraum, der Leber oder den Nieren. Aber auch Knochen und Gelenke werden untersucht.

Dadurch lassen sich bereits erste Symptome möglicher Krankheiten erkennen und es kann entschieden werden, welche weiterführenden Untersuchungen eventuell noch von Nöten sein könnten.

Weiterführende tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen

Wird deiner Katze Blut abgenommen und untersucht , dient das z.B. der Feststellung von möglichen Infektionen und Entzündungswerten oder gibt Aufschluss über den Zustand der inneren Organe. So können beispielsweise Stoffwechselerkrankungen frühzeitig erkannt werden.

Bei jungen und gesunden Katzen muss aber nicht unbedingt jedes Jahr Blut abgenommen und getestet werden. Wenn du allerdings Sicherheit haben möchtest, sowieso eine Narkose bevorsteht oder du die Vermutung hast, dass etwas nicht stimmen könnte, dann kann eine Blutuntersuchung durchaus sinnvoll sein.

Auch die meisten Ultraschalluntersuchungen sind bei jungen Katzen eher unüblich. Es kann aber nicht schaden, auch mal eine solche Untersuchung in Betracht zu ziehen.

Gerade die Herzerkrankung HCM (hypertrophe Cardiomyopathie) bleibt anfangs häufig unerkannt und kann dann sehr gefährlich werden bzw. im schlimmsten Fall sogar tödlich enden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

Von daher vielleicht doch lieber auch mal mit einer jungen Katze (ab ca. 2 – 4 Jahren) einen Herzultraschall machen lassen – insbesondere bei Rassen, die zu dieser Erkrankung neigen, wie z.B. Britisch Kurzhaar, Maine Coon oder Perserkatzen.

Ähnlich sieht es auch in Bezug auf FORL (Feline odontoklastische resorptive Läsionen) aus. Das ist eine sehr schmerzhafte Zahnerkrankung bei Katzen, die von außen erstmal nicht sichtbar ist.

Lediglich durch eine Röntgenuntersuchung – dem sogenannten Dentalröntgen – lässt sich erkennen, dass der Zahn der Katze von unten bzw. innen heraus „aufgefressen“ wird und Schmerzen bei der Katze verursacht. Und auch dies ist nicht zwingend vom Alter der Katze abhängig, sondern kann auch bereits in jungen Jahren auftreten.

Deshalb ist ein Dentalröntgen in regelmäßigen Abständen oder bei Verdacht auf Schmerzen, Veränderungen beim Fressverhalten oder Zahnfleischproblemen durchaus sinnvoll.

Da diese Untersuchung jedoch nur in Narkose stattfinden kann, ist es meist leider etwas aufwendiger und kostenintensiver als z.B. eine Ultraschalluntersuchung. Es ist trotzdem mindestens genauso wichtig und du solltest nicht darauf verzichten.

Je nach Vermutung des Tierarztes können aber auch noch andere Röntgenuntersuchungen in Frage kommen. Zum Beispiel bei Verdacht auf Knochen- oder Gelenkprobleme.

Untersuchungen bei älteren Katzen

Die bisher aufgezählten Vorsorgeuntersuchungen gelten für Katzen jeden Alters. Wenn deine Katze jedoch schon älter ist (oder es später ja auch mal wird), dann sind nicht nur häufigere Tierarztbesuche und Gesundheitschecks nötig, sondern eventuell auch spezielle tierärztliche Untersuchungen.

Wie bei der Häufigkeit oben bereits erwähnt, sagt man, dass eine Katze ab ca. 7 – 10 Jahren häufiger zum Tierarzt sollte. Ab diesem Zeitpunkt sollten die meisten Untersuchungen, die du hier im Blogbeitrag findest, auch wirklich regelmäßig durchgeführt werden.

Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen können beispielsweise frühzeitig auf Tumore hindeuten, die im Alter immer häufiger auftreten. Gleiches gilt für die Untersuchung von Knochen- und Gelenken, die logischerweise im Alter auch immer schwächer und anfälliger werden. Ist bei Katzen schließlich nichts anderes als bei Menschen.

Auch eine Blutdruckuntersuchung ist gerade bei älteren Katzen wichtig. Bluthochdruck geht nämlich häufig in Kombination mit anderen Krankheiten einher und kann dadurch auch Aufschluss darüber geben.

Parasiten vorbeugen

Zur Vorsorge gehört es ebenso sich mit Parasiten zu beschäftigen. Dazu zählen beispielsweise Flöhe, Zecken und Würmer.

Wobei Würmer die wohl am häufigsten bei Wohnungskatzen vorkommenden Parasiten sind. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Zecke oder einen Flohbefall bei Wohnungskatzen weitaus geringer ist als bei Freigängern, die viel Zeit damit verbringen durch Wälder, Wiesen und Sträucher zu streifen, können selbst sie befallen werden.

Denn genauso, wie oben bei den Impfungen bereits erwähnt, bringen wir die Parasiten oft selbst mit nach Hause. Zum Beispiel über unsere Schuhe oder die Kleidung. Abhilfe hierfür kann eine gründliche Vorsorge bieten.

Würmer

Um Würmern vorzubeugen, werden häufig sogenannte Wurmkuren empfohlen. Bei diesem Thema gibt es jedoch unterschiedliche Meinungen.

Die einen sagen selbst bei Wohnungskatzen sollte man ca. 1x pro Jahr vorsorglich entwurmen, die anderen (und dazu zähle ich mich auch) sind der Meinung, dass es bei Wohnungskatzen nur unnötige Chemie ist.

Empfehlenswerter und weniger belastend für den Katzenkörper wäre es in meinen Augen, regelmäßig Kotproben in ein Labor zu schicken. Dort wird die Probe erstmal auf Würmer untersucht, bevor man die Wurmkur einfach prophylaktisch verabreicht.

Das mag zwar etwas kostenintensiver sein, aber ich denke es ist eher im Sinne der Gesundheit deiner Katze. Gerade wenn du dir sowieso regelmäßig den Kot deiner Katze anschaust, dann lässt sich ein potenzieller Wurmbefall auch durchaus erkennen und entsprechend behandeln. Der einzige Nachteil: Die Wurmeier sind mit bloßem Auge nicht erkennbar, sondern lediglich, wenn der Befall schon etwas weiter fortgeschritten ist.

Wenn deine Katze jedoch regelmäßig engen Kontakt mit immungeschwächten Personen oder kleinen Kindern hat, solltest du mit deinem Tierarzt sprechen, ob die regelmäßige Kotuntersuchung als Vorsorge ausreicht.

Hinweis

Beachte bitte, dass ein Befall mit einem mit einer einfachen Kotuntersuchung trotzdem nicht sicher ausgeschlossen werden kann, aber durchaus sehr gefährlich sein kann.

Wenn du trotzdem vorbeugend etwas gegen Darmparasiten unternehmen möchtest, dann schau dir auch mal ganz natürliche Produkte, wie z.B. das Naturkraft Pro-1 von Reico an.

Sie sind vielleicht nicht ganz so wirksam und radikal, wie die medikamentösen Wurmkuren, können aber dennoch eine gesunde Darmflora ganz natürlich unterstützen und so die Bildung von Darmparasiten verhindern.

Zecken

Zecken sind ebenso ganz fiese Plagegeister, auf die Katze und Mensch gut verzichten können. Sie können nicht nur Krankheiten, wie Borreliose übertragen (auch auf den Menschen!), sondern allein durch ihre Anwesenheit dafür sorgen, dass sich deine Katze unwohl fühlt.

Wohnungskatzen sind zwar normalerweise nicht davon betroffen, aber darf deine Katze nach draußen, solltest du ihr Fell regelmäßig (am besten täglich) nach Zecken absuchen.

Vielleicht etablierst du diese Form der Vorsorge einfach als Ritual bei einer abendlichen Schmuseeinheit. Dann merkt deine Katze nichts davon, sondern genießt einfach die gemeinsame Zeit mit dir.

Natürlich gibt es vorbeugend auch spezielle Mittel, wie z.B. Spot-Ons, Halsbänder oder Tabletten. Ähnlich wie bei den Würmern, wäre aber auch hier mein Hinweis: Informiere dich darüber was genau du deiner Katze „unterjubelst“.

Ist es reine Chemie? Ist es etwas Pflanzliches? Ist es wirklich nötig oder wäre das tägliche Absuchen nicht vielleicht ausreichend, weil deine Katze gar nicht so häufig draußen unterwegs ist?

Natürlich solltest du bedenken, dass mit einem Zeckenbiss nicht zu spaßen ist und gewisse Risiken damit einhergehen, aber es bleibt trotzdem immer abzuwägen, was in welchem Maß wirklich notwendig ist.

Als ähnlich problematisch sehe ich spezielle Halsbänder gegen Zecken. Ich bin allgemein überhaupt kein Fan von Halsbändern. Die Verletzungs- und Panikgefahr ist mir dort einfach zu groß und ich musste schon viele schlimme Bilder mit verletzten oder strangulierten Katzen sehen. Das muss nicht sein.

Vor allem nicht, wenn es bessere Alternativen gibt. Ich möchte dir diese Möglichkeit aber dennoch nicht vorenthalten.

Sollte sich trotz Vorsorge doch mal eine Zecke in der Haut deiner Katze festgesaugt haben, dann kannst du sie mit Hilfsmitteln, wie z.B. einer Zeckenzange, relativ einfach entfernen.

Einen guten Überblick darüber, welche Zeckenarten es wo in Deutschland gibt und welche Krankheiten sie übertragen, bekommst du in dem Zecken Schaubild von AGILA.

Flöhe

Ebenso wie bei Zecken, gibt es auch gegen Flöhe spezielle Mittel, wie Spot-Ons und Halsbänder. Oft wirken diese Dinge sogar gegen beide Parasiten – Zecken und Flöhe.

Denn genauso wie es bei Zecken ist, können auch Flöhe Krankheiten und andere Parasiten, wie z.B. Würmer, auf Katze und Mensch übertragen.

Der große Unterschied zum Zeckenbefall: Hat sich deine Katze erstmal einen oder mehrere Flöhe eingefangen, müssen ALLE im Haushalt lebenden Tiere mitbehandelt werden.

Außerdem muss auch die Umgebung, sprich deine gesamte Wohnung, über mehrere Tage gründlich und am besten möglichst heiß gereinigt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle lebenden Tiere und auch die Eier abgetötet werden.

Tipp

Über das Thema Flohbefall habe ich mit der Community auf Instagram bereits schonmal gesprochen. Im Storyhighlight „Flöhe“ findest du ein paar Tipps, was du tun solltest, wenn deine Katze mal von Flöhen geplagt wird.

Da dies oft ein enormer Aufwand ist, ist es also wirklich wichtig in dieser Hinsicht auf entsprechende Vorsorge zu achten.

Besonders das Thema Hygiene und eine entsprechend saubere Umgebung deiner Katze helfen auf jeden Fall immer schon gut dabei Flöhen vorzubeugen.

Was kostet die Vorsorge für meine Katze beim Tierarzt?

Für viele Katzenhalter ist die Vorsorge leider immer noch ein Kostenfaktor, an dem sich gut sparen lässt. Zumindest in deren Augen.

Wenn du jetzt ähnlich denkst, dann stell dir doch einfach mal vor, was du von dir denken würdest, wenn deine Katze schwer krank wird und du erfährst, dass es vermeidbar gewesen wäre. Würdest du dich dann nicht schlecht fühlen?

Deshalb: Scheu nicht vor den Kosten für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt zurück!

Im Endeffekt zahlst du vielleicht sogar drauf, weil die Behandlung im Krankheitsfall sehr viel teurer wird als die Vorsorgemaßnahmen. Und auch deine Katze zahlt am Ende drauf. Im schlimmsten Fall sogar mit ihrem Leben und das muss nicht sein.

Vorsorge muss auch gar nicht so teuer sein, wie du es dir jetzt vielleicht vorstellst. Es kommt immer ganz darauf an, welche Untersuchungen und wie regelmäßig du sie durchführen lässt. Je häufiger du gewissen Dinge abklären lässt, desto geringer ist auch der Aufwand für den Tierarzt, sprich es wird günstiger.

Welche Preise genau für welche Untersuchungen anfallen, kannst du jederzeit ganz einfach in der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) nachlesen. Daran müssen sich alle Tierärzte halten. Die Kosten sind also durchaus absehbar.

Eine Krankenversicherung für Katzen kann helfen

Im besten Fall hast du sogar eine Krankenversicherung für deine Katze abgeschlossen. Dann sind die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen damit meistens sowieso komplett abgedeckt.

Ob eine Krankenversicherung für Katzen wirklich sinnvoll ist, habe ich an anderer Stelle hier auf dem Blog schonmal berichtet. Dort findest du auch ein Rechenbeispiel, wie es bei uns ausgesehen hätte, wenn wir von Anfang an eine OP- bzw. Krankenversicherung für unsere Katzen abgeschlossen hätten.

Bei der AGILA Haustierversicherung* ist es zum Beispiel so, dass es bei der Krankenversicherung* zwei verschiedene Arten von Vorsorgemitteln gibt – die reguläre Gesundheitsvorsorge und die normale Versicherungssumme für Behandlungen.

Die Gesundheitsvorsorge umfasst in diesem Fall Behandlungen wie Impfungen, Wurmkuren sowie Floh- und Zeckenmittel, die vorsorglich verabreicht werden. Dafür stehen dir je nach Tarif 50 € – 100 € pro Jahr zur Verfügung.

Mit der normalen Versicherungssumme sind zudem weitere Vorsorge- und Routineuntersuchungen abgedeckt. Hierzu zählen beispielsweise der allgemeine Check-up, Blutuntersuchungen, Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen. Dafür stehen dir nochmal 300 € – 550 € jährlich zur Verfügung (je nach Tarif).

Das Beste daran: Solltest du im Jahr unterhalb von 100 € für deine Tierarztkosten pro Katze bleiben und noch eine junge Katze haben, dann empfehle ich dir die Kosten selbst zu übernehmen.

Klingt erstmal paradox, aber du bekommst bei AGILA* pro leistungsfreiem Jahr nochmal 100 € – 125 € zu deiner normalen Versicherungssumme hinzu. Dadurch hast du später mehr Spielraum, wenn deine Katze alt ist und die Untersuchungen häufiger anfallen bzw. mehr Wehwehchen auftreten, die tierärztlich behandelt werden müssen.

Vorsorge schadet nicht, sondern kann Leben retten!

Generell gilt immer: Lieber einmal mehr Vorsorge machen, als einmal zu wenig, denn schaden kann es nicht. Eher rettet es im Zweifel das Leben deiner Katze, wenn Krankheiten früh genug erkannt und behandelt werden.

Selbstverständlich kann aber jede Vorsorgeuntersuchung jederzeit und bei jeder Katze durchgeführt werden. Völlig unabhängig vom Alter.

Wie du dir jedoch sicherlich denken kannst, steigt die Wahrscheinlichkeit für gewisse Krankheiten an, je älter die Katze wird. Das Immunsystem und der Körper bauen langsam ab. Das ist ganz normal und das wird dir selbst im Alter auch so ergehen.

Tipp

Wenn du den Überblick behalten möchtest, wann welche Untersuchungen beim Tierarzt gemacht wurden, dann schau dir doch mal den Tiergesundheitskalender von AGILA an. Dort kannst du die jeweiligen Untersuchungen für das Jahr eintragen und bekommst noch ein paar zusätzliche Tipps zu Impfungen und Parasiten.

Es kommt bei der Vorsorge für Katzen auch gar nicht darauf an, jedes Jahr auf den selben Tag zum Tierarzt zu gehen und alles Mögliche untersuchen zu lassen. Vielmehr geht es mir darum, dass du ein bisschen dafür sensibilisiert wirst, dass Vorsorge wichtig ist und du es nicht gänzlich unter den Tisch fallen lässt. Zum Wohle deiner Katze.

Dieser Beitrag wurde unterstützt durch:

AGILA Haustierversicherung AG

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Über uns
Wer steckt hinter Fensterkatzen?

Der Mensch hinter dem Blog, das bin ich – Maria, 29 Jahre jung. Zu den Katzen zählen Nala & Flash, die im Oktober 2016 im Alter von 14 Wochen bei mir und dem Katzenpapa eingezogen sind. Im Juli 2020 kam dann noch der kleine Luke hinzu. Gemeinsam leben wir in Hannover und genießen den Trubel, den die drei Rabauken Tag für Tag in unsere Wohnung bringen.

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Maria
Katzenmama & Bloggerin

Ich bin seit Oktober 2016 stolze Katzenmama von inzwischen drei Miezen und Katzenliebhaberin aus Leidenschaft. Sollte dies auch auf dich zutreffen, dann bist du hier genau richtig.

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