Nala‘s Rolligkeits-Kastrations-Dilemma | Teil 3

Nala‘s Rolligkeits-Kastrations-Dilemma | Teil 3

Auf meiner To-Do-Liste steht nun schon seit ein paar Monaten, dass ich mal einen kurzen “Update” Text unter den letzten Beitrag zu diesem Thema schreiben möchte. Sowas wie “Nala ist nun seit 1,5 Jahren nicht mehr rollig geworden, also scheint es sich jetzt zum Glück alles wieder von alleine geregelt zu haben und diese anstrengende Zeit für Mensch und Tier liegt Gott sei Dank weit hinter uns”. Aber Pustekuchen – Nala war dann doch der Meinung ich sollte die Geschichte lieber noch etwas fortführen und ist wieder rollig geworden.

[ TEIL 1 & TEIL 2 zum Nachlesen ]

ERSTE PIPI-ATTACKE

Es fing in einer sehr unpassenden Zeit wieder an. Ich war krank und unsere Waschmaschine kaputt. Wir kamen abends vom Waschen bei meinen Eltern nach Hause, stellten den Korb mit der sauberen, trockenen Wäsche im Flur ab und Schwupps saß Nala drin. Dazu muss man wissen, dass sie damals während ihrer Rolligkeiten sehr gerne in Wäschekörbe gepinkelt hat. Der Katzenpapa hob sie vorsichtshalber mal direkt wieder aus dem Korb und schon war es geschehen. Nala wollte tatsächlich drauf los pinkeln! Zum Glück schien der Katzenpapa eine Ahnung gehabt zu haben und durch seine schnellen Reflexe ging das Meiste auf seine Klamotten, die er an hatte. Die saubere Wäsche wurde Gott sein Dank nur an zwei kleinen Stellen getroffen, sodass der Tag und der Weg wenigstens nicht ganz umsonst waren.

DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT

Nach dieser Aktion waren wir bereits alarmiert, hatten aber noch die Hoffnung, dass es nur Zufall war und Nala einfach den Geruch von einem anderen Waschmittel doof fand. Im Laufe des Abends zeigten sich jedoch immer mehr Symptome – „komisches“ Miauen, rollen auf dem Boden und Popo hoch strecken. Da war es uns dann relativ schnell klar: Nala war definitiv wieder rollig…

ULTRASCHALL BRINGT LICHT INS DUNKEL

Also rief ich nach zwei recht schlaflosen Nächten am Montagmorgen direkt bei einer Tierklinik an und erzählte kurz Nala’s Geschichte und dass wir gerne eine zweite Meinung zu dem Thema hätten. Und schwupps hatten wir ein paar Tage später einen Termin zum Ultraschall. Die Ärztin hatte das Gerät kaum auf Nala’s Bauch gesetzt, schon hatte sie den „Übeltäter“ gefunden. Es befand sich noch ektopisches Gewebe – sprich Überreste eines Eierstockes – im rechten Bauchraum, welches für die entsprechende Hormonproduktion verantwortlich ist.

ABWÄGUNG

Die Tierärztin riet uns deshalb zu einer weiteren Operation, um das Thema ein für alle Mal vom Tisch zu haben. Alternativen wären natürlich noch die Pille und auch wieder ein Chip, wie ihn Nala bereits hatte, gewesen. Diese Optionen können jedoch mit mehr oder weniger Nebenwirkungen hervorrufen und man hat quasi nie komplett Ruhe. Da Nala noch ihr ganzes Leben vor sich hat, haben wir uns für die OP entschieden, auch wenn mir dabei etwas flau im Magen war. Ich hatte schließlich noch im Kopf, wie schlecht die Wunde letztes Mal verheilt ist und eine so große Operation ist ja auch immer mit entsprechenden Risiken verbunden. Es ging schließlich nicht um eine „einfache“ Kastration, sondern darum einen größeren Schnitt zu machen und den kompletten Bauchraum nach Geweberesten abzusuchen ohne andere Organe zu verletzen.

DER GROSSE TAG

Gut zwei Wochen später war es dann soweit – der Termin für die Operation stand an. Es war wie auch beim letzten Mal ein ganz merkwürdiges Gefühl sein Baby einfach „zurückzulassen“, ohne zu wissen was mit ihr passiert oder wie es ihr geht.

Ich saß anschließend im Büro wie auf heißen Kohlen und starrte ständig auf mein Handy. Die Klinik wollte sich zwar erst am Nachmittag melden, sobald Nala wieder fit ist, aber ich war trotzdem sehr angespannt. Als dann gegen 13.30 Uhr bereits das Telefon klingelte, ist mir erstmal das Herz in die Hose gerutscht und ich dachte es sei was schief gegangen, sodass sie sich viel früher melden. Gott sei Dank gab die Ärztin sofort Entwarnung – Nala hatte alles gut überstanden und sei bereits fitter als erwartet. Sie erklärte mir dann noch ein paar Details der Operation, aber ich habe ihr nicht wirklich zuhören können, weil ich einfach nur so erleichtert und am Zittern war. Im Nachhinein habe ich es bereut in dem Moment nicht richtig aufgepasst zu haben, aber zumindest habe ich ein paar Sachen mitbekommen und der Rest wurde uns dann mehr oder weniger nochmal beim Kontrolltermin erklärt.

AB NACH HAUSE

Als wir dann zur Klinik gefahren sind, war ich immer noch etwas angespannt, ob es Nala auch wirklich gut geht. Das Gefühl verflog aber sofort als die Tierarzthelferin mit Nala hereinkam und sie schon wieder ordentlich am Meckern war, warum sie denn in dieser doofen Box sitzen muss. Nach ein paar Formalien ging es dann aber auch endlich wieder nach Hause.

FORTSETZUNG FOLGT

Wie es weiter gegangen ist, erfahrt ihr im nächsten Teil dieser Serie. Die Geschichte ist nämlich leider nicht so glatt verlaufen wie gehofft und würde hier sonst den Rahmen sprengen.

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