Tierkommunikation leicht erklärt – Interview mit Expertin Susanne Eggers

Das Thema „Tierkommunikation“ ist noch gar nicht so weit verbreitet, gewinnt aber zunehmend immer mehr an Aufmerksamkeit. Es wird als tolle Möglichkeit für ein harmonischeres Zusammenleben zwischen Mensch und Tier angepriesen und gilt auch als hilfreiche Maßnahme bei Verhaltensproblemen oder gewissen gesundheitlichen Beschwerden, die tiermedizinisch nicht gelöst werden können.

Aber was ist Tierkommunikation eigentlich genau und kann das wirklich funktionieren? Um das zu klären, habe ich mir Tierkommunikatorin Susanne Eggers für ein Interview mit ins Boot geholt.

Ich persönlich stehe dem ganzen Thema ja noch ein bisschen skeptisch gegenüber, freue mich deshalb allerdings umso mehr, dass Susanne dir und mir das Thema nun etwas näherbringt und Rede und Antwort steht.

Noch ein kurzer Hinweis vorab: Dieser Blogbeitrag ist nur eine gekürzte Zusammenfassung des gesamten Interviews. Die Videoaufzeichnung in voller Länge kannst du dir unten ansehen. Dennoch mein Tipp: Scroll danach trotzdem mal nach unten, da haben Susanne und ich noch eine schöne Überraschung für dich.

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Inhaltsverzeichnis

Über Susanne Eggers

Susanne ist seit 2016 Tierkommunikatorin und „Beziehungscoach“ für Mensch und Tier. Sie hilft Tierbesitzern in ganz Deutschland, ihre Haustiere besser zu verstehen. Vor allem wenn Tiere ängstlich sind, ein unerklärliches Verhalten zeigen oder Stress haben.

Mit ihrer Arbeit lässt Susanne Katzen, Hunde oder Pferde selbst zu Wort kommen und gibt ihnen eine Stimme. Das löst Blockaden bei allen Beteiligten und hilft so dabei, wieder einen harmonischen und stressfreien Alltag für Mensch und Tier zu ermöglichen.

Tierkommunikation-Susanne-Eggers-Foto

Interview mit einer Tierkommunikatorin

Ich habe die Community auf Instagram vor dem Interview gefragt, was sie so über das Thema Tierkommunikation denkt und was in dem Zusammenhang für Fragen auftauchen.

Dabei kamen auch einige Fragen, die eher in die Richtung „Katzensprache verstehen“ gingen. Also z.B. welche Laute was bedeuten. Das hat aber mit der klassischen Tierkommunikation, wie Susanne sie macht, nichts zu tun. Um da mal ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, starten wir direkt mit der wichtigsten Frage und Susannes Antwort darauf in das Interview.

Was versteht man unter Tierkommunikation?

Susanne: Ich verstehe sie so, dass ich mit dem Tier nonverbale Informationen austausche, und zwar über Gedanken oder auch Gefühle. Das heißt, ich kann deren Wahrnehmungen auffassen und dem Besitzer wiedergeben.

Wie kamst du zu dem Beruf?

Susanne: Vor vielen Jahren habe ich davon gehört und konnte damit überhaupt nichts anfangen. Ich fand das superkomisch, dass man sich mit einem Tier über Gedanken austauschen könne. Das konnte ich nicht glauben.

Allerdings bin ich neugierig geworden, als eine Stute namens Cleo mich im Stall immer ganz fragend anguckte. Die Besitzerin sagte, dieses Pferd wäre immer sehr ruhig, wenn ich in der Nähe war. Ich wusste nie warum. Ich habe nie etwas mit der Stute gemacht. Irgendwann habe ich ihr wohl gesagt: „Ich versteh dich nicht, Schätzchen. Was willst du mir sagen?“. Dadurch bin ich irgendwie in die Richtung gerutscht.

Eine Freundin, die Tierkommunikation gemacht hat, hat mir davon erzählt. Ich fand es spannend und irgendwie wollte ich ja nun wissen, was das Pferd von mir wollte. Deshalb bin ich dem nachgegangen. Aber eher aus der Sicht „das kann gar nicht sein, das kann nicht funktionieren, irgendwie glaube ich trotzdem nicht daran“.

Das war mein ein Anfang mit der Tierkommunikation. Also aus dem kompletten Zweifel heraus, dass das nicht funktionieren kann. Ich habe es auch als Esoterik-Schwachsinn abgestempelt – absolut. Ja, ich steh dazu!

Schließlich habe ich das ganze Thema nicht weglegen können. Das hat mich immer wieder eingeholt. Immer wieder kamen Tiere auf mich zu, die angeblich scheu waren oder schwierig im Umgang. Die waren plötzlich bei mir ganz brav, ganz nah und haben mich auch immer so fragend angeguckt.

Bis ich irgendwann gemerkt habe: Anscheinend weiß ich, was die brauchen. Ich habe mich zum Beispiel mal einfach umgedreht und plötzlich hat die Katze sich besser gefühlt. Oder ich bin mit dem Pferd ohne Sattel ausgeritten und später kam raus, es würde sich niemand trauen, das Pferd überhaupt ohne Sattel zu reiten. Man könnte es naiv nennen, aber es war so ein Urvertrauen dabei und irgendwie habe ich wohl gewusst, was das Pferd von mir wollte.

Ganz komische Sachen sind in der Zeit passiert. Dann habe ich mir gedacht: „Okay, ich muss dem nachgehen. Sonst kriegt mein Hirn keine Ruhe mehr. Entweder es funktioniert jetzt oder es funktioniert nicht“.

Redest du laut mit dem Tier oder wirklich nur über Gedanken?

Susanne: Tatsächlich über Gedanken. Was man aus unserer Sprache kennt: Es fängt alles im Kopf an. Ein Gedanke ist im Normalfall zuerst da, bis man etwas ausspricht.

Wenn man vor Ort ist, kann man die Gedanken unterstützen, indem man dasselbe anschließend laut sagt. Da merkt man auch schon, wie man selbst etwas sagt: Ob es ein nettes „Bleib (bitte) hier“ ist oder ein strenges „Bleib hier!!!“. Das ist ein Unterschied. In der mentalen Kommunikation merkt man diesen Unterschied auch. Es ist wie beim Lautreden, nur in feinerer Abstimmung.

Machst du die Kommunikation vor Ort bei dem Tier oder von überall?

Susanne: Es geht vor Ort, aber ich kommuniziere fast ausschließlich über Entfernung, weil ich es mittlerweile einfach als die reinste Form der Kommunikation empfinde.

Wenn ich vor Ort bin, sehe ich ja wie der Herr so das Gescherr miteinander umgehen. Das heißt, ich kann schnell etwas beobachten und kriege neue Eindrücke. Ich glaube, da ist das Interpretationsrisiko höher als wenn ich das Tier nicht sehe und mich nur auf mein Gefühl und meine Gedanken konzentrieren kann.

Woher weißt du, ob du gerade mit dem richtigen Tier kommunizierst?

Susanne: Ich lasse mir tatsächlich, wenn ich das Tier nicht kenne, immer ein Foto schicken. Das Foto ist wie eine Telefonnummer bei uns Menschen. Ich habe eine Nummer, rufe da an und gucke, wer dran geht.

Dadurch, dass ich das Tier dann an der Strippe habe, merke ich, wie beim Telefonieren, wie mein Gegenüber ist. Ist er aufgeregt? Ist der ruhig? Ist er ein eher zurückhaltender Typ? Dasselbe spüre ich beim Kontakt mit dem Tier auch raus und merke das. Dadurch kriegt man sehr schnell mit, was für ein Charakterzug das Tier hat. Diese Eindrücke notiere ich, während ich mit dem Tier kommuniziere.

Generell schreibe ich alles mit, was ich mit dem Tier bespreche und gebe es anschließend dem Besitzer durch. Er hat in den meisten Fällen sein Tier schon nach 5 Minuten erkannt.

Wenn es wirklich Schwierigkeiten gibt, ob es das richtige Tier ist, dann frag ich nach etwas Überprüfbarem. Ein Pferd hat zum Beispiel einmal gesagt, es wird nicht gerne „Dickerchen“ genannt. Und dann sagt die Reitbeteiligung tatsächlich: „Ja, aber ich nenne ihn mein Dickerchen, weil er doch mein Dickerchen ist!“.

Selbst daran merkt man: Diese Information hatte ich vorher nicht. Ich fand das Pony auch überhaupt nicht dick. Wirklich nicht. Das war ein Sporthaflinger. Ich habe dem Tier einfach vertraut und seine Bitte an seinen Besitzer durchgegeben.

An solchen Informationen und den übereinstimmenden Besitzer-Aussagen merkt man definitiv, dass es das richtige Tier ist.

In welcher Sprache kommunizierst du mit den Tieren – Deutsch, Landessprache, Kätzisch? Und macht es einen Unterschied wo das Tier herkommt?

Susanne: Ich bin ja mit Zweifeln an die Tierkommunikation herangegangen. Irgendwann sind die Zweifel von der Tierkommunikation in Faszination übergegangen und dann wollte ich es wirklich wissen. Ich wollte unbedingt ein Tier im Ausland kontaktieren, weil das ein Beweis für mich war, dass es definitiv auch auf extreme Entfernung und grenzübergreifend funktioniert.

Das Spannende daran war: Den Kater in Spanien habe ich auf Deutsch verstanden. Er, der nur in Spanien aufgewachsen ist und der in einer Katzenauffangstation war mit einer netten Señora. Das Wort hat er wirklich auf Spanisch gesagt. Der Rest war Deutsch.

Ich hatte mich schon gefreut mit ihm auf Spanisch zu quatschen und das mal auszuprobieren, weil ich sehr gut Spanisch sprechen kann. Doch nein, ich bekomme die Informationen in meiner Sprache. Generell bekomme ich alle Informationen immer so, dass ich sie verstehen kann.

Wie läuft so ein Tiergespräch ab?

Susanne: Ich mache die Tierkommunikation als Prozessbegleitung. Das heißt, wenn man möchte, dass ich das Tier spreche, arbeite ich grob gesagt in drei Schritten.
Zuerst gibt es das Vorgespräch. Da kläre ich mit dem Besitzer erst einmal, was er alles wissen möchte. Das tue ich, damit ich das Tier nicht umsonst frage, sondern wirklich tiefgründig nachfragen kann.

Das können ganz unterschiedliche Fragen sein, wie z.B.: „Warum pinkelst du in die Wohnung?“, „Warum magst du deinen Fressen nicht?“ oder „Wo hast du Schmerzen nach der OP?“.

Im zweiten Schritt trete ich mit dem Tier in Kontakt. Das mache ich an einem anderen Tag. Da gucke ich, wie das Tier drauf ist, beschreibe es vom Charakter her und gehe langsam darauf ein, dass wir es zu den und den Punkten sprechen wollen. Ich frage es, ob es dafür generell bereit ist und ob es Lust dazu hat. Wenn ja, mache ich mit dem Tier gleich weiter. Wenn nicht, frage ich es gerne an einem anderen Tag erneut.

Nach jedem Tiergespräch gebe ich dem Besitzer Bescheid, um die Resultate gemeinsam zu besprechen. Das ist der dritte große Schritt.

Wie lange redest du mit einem Tier - pro Sitzung und insgesamt?

Susanne: Das hängt tatsächlich von der Alltagssituation und dem Tierwillen ab. Manche Tiere sagen: „So, ich muss jetzt los!“. Der Grund dafür ist oft Fressen oder Training. Es gibt Hunde, die sich so auf ihr Training freuen, dass sie meinen: „Jetzt ist Schluss. Ich muss jetzt raus!“. Dann sage ich: „Okay gut, andermal wieder.“.

Im Normallfall dauert eine Tierkommunikation bei mir zwischen einer halben Stunde und anderthalb Stunden. Mein längstes Gespräch war allerdings drei Stunden am Stück mit einem Pferd. Meistens haben die Tiere aber maximal eine Stunde Konzentration. Das ist echt schwere Arbeit. Auch für mich im Kopf.

Normal ist eine halbe Stunde und je nachdem, wie groß das Projekt mit dem Kunden ist, spreche ich das Tier öfter zu den Schwerpunktfragen. Da kann die Prozessbegleitung tatsächlich zwei Monate dauern. Ich befrage abwechselnd das Tier, dann bespreche ich alles mit dem Besitzer und lasse das Gesagte nachwirken, um mit den neuen Ergebnissen für beide einen sehr stressfreien harmonischen Alltag zu generieren.

Ich bin außerdem ein bisschen der hartnäckige Typ. Wenn ich Fragen habe und das Tier nur ein „joa, geht halt so“ sagt, dann gebe ich mich damit nicht zufrieden. Ich bin da ein kleines Warum-Frage-Kind. Wenn ich das mache, will ich dem Besitzer bestmöglich weiterhelfen können und natürlich auch seinem Tier.

Hat ein Tier schonmal gesagt, dass es keine Lust hat mit dir zu reden?

Susanne: Nein, das hatte ich noch nie. Das gibt es anscheinend, jedoch ist es bei mir tatsächlich noch nie vorgekommen. Aber ein Pferd wollte zum Beispiel lieber fressen. Das hatte gerade keinen Bock auf eine Kommunikation.

Ein anderes Mal hatte ich eine Katze in der Tierkommunikation, die wollte lieber weiterschnurren und schlafen – und das ist auch okay.

Ein anderer Kater neulich meinte, er sei jetzt beschäftigt und ich hatte das Gefühl, er wird gerade von Frauchen sehr intensiv gestreichelt. Das war ein Wunsch von ihm aus einer anderen Tierkommunikation. Deswegen wusste ich, wie viel es ihm Wert ist, dass er jetzt seine Zeit mit Frauchen genießen will. Da gehe ich ein anderes Mal wieder ran und lasse die zwei in Ruhe.

Sehe ich anhand von meinem Tier, ob du gerade mit ihm kommunizierst?

Susanne: Manchmal merkt man es, manchmal auch nicht. Das kommt tatsächlich auf den Typ drauf an und ob das Tier gerade Bock hat oder nicht. Ich habe allerdings oftmals die Erfahrung gemacht, dass in der Tat etwas beobachtet werden kann. Die Besitzer haben meistens gesagt, dass das Tier sich tatsächlich zurückzieht.

Katzen drehen sich gerne ein und schnurren ein bisschen vor sich her. Wieder anderen Tieren ist es egal, wann die Tiergespräche gemacht werden. Es gab ein Pferd, das hat gesagt: „och, ich fresse grad“. Um es nicht zu stören, sagte ich: „Okay, ich spreche dich später“ und es meinte nur: „oh ne, das passt gerade“. Da würde man das nicht erkennen, dass es gerade mit mir in einer Tierkommunikation spricht. Das Pferd frisst dann einfach.

Man könnte es höchstens sehen, wenn ich eine bestimmte Sache frage und das Tier zum Beispiel bitte, das im Verhalten zu zeigen. Das habe ich auch schon einmal getestet und es hat funktioniert.

Hast du eine feste Tageszeit oder machst du die Kommunikation immer, wann es dir gerade passt?

Susanne: Termine ausmachen ist nichts für mich. Es ist zu viel Druck dabei. Bei dieser Art der Kommunikation brauche ich eine Art Meditationszustand, sodass man überhaupt reinkommt. Das ist so verdammt schwer im Alltag.

Vor allem, wenn ich mit dem Tier eine halbe Stunde intensiv an einer wirklich tiefgründigen Thematik arbeiten möchte, die in der Psyche auch teilweise fest verankert ist, wie z.B. „ich wurde früher von dem Besitzer schlecht behandelt und ich habe jetzt noch ein Aua davon“. Da engt mich ein festes Zeitfenster nur ein.

Dafür habe ich meinen festen Tag. Da habe ich meistens 2 – 4 Tierkommunikationen am Tag verteilt, wie gerade das Gespür für jedes Tier ist. Somit habe ich genug Zeit, mich auf jedes Tier frei einzulassen, wie lange der Kontakt auch dauert. Ansonsten ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich eher nachmittags ruhiger bin und somit offener für diese Arbeit mit dem Tier.

Den Tieren ist es meistens Wurscht. Sie dürfen sagen, ob es ihnen gerade passt.

Lässt du dir vom Besitzer vorher den Tagesablauf des Tieres erklären?

Susanne: Das habe ich anfangs gemacht, damit ich das Tier nicht störe. Ich habe aber gemerkt, dass die Besitzer in der Zeit sehr aufgeregt sind, ob ich jetzt mit dem Tier kommuniziere oder nicht.

Was hat das Tier daraufhin gemacht? Es war auch aufgeregt und hat überlegt, was in dem Moment falsch läuft daheim. Das heißt, als ich in dem Moment das Tier gesprochen habe und es gefragt habe, ob es mit mir jetzt kommunizieren wolle, antwortete das Tier: „Äh, ne, ich weiß nicht, was gerade los ist.“.

Darum habe ich beschlossen, dass ich dem Besitzer lieber nicht mehr sage, wann genau ich sein Tier kontaktiere. Dafür sage ich immer danach direkt Bescheid, dass ich das Tier gesprochen habe und lade ihn zu einem Nachgespräch ein.

Wie lernt man sowas? Gibt es eine Ausbildung oder ein Studium?

Susanne: Eine staatlich anerkannte Ausbildung ist das nicht. Es gibt ganz viele Tierkommunikatoren, die anbieten, bei ihnen die Tierkommunikation zu erlernen. Ich mache das auch und ich empfehle das auch jedem.

Wenn man
das Thema auf sich zukommen lassen möchte, kann man einfach zu einem
Tierkommunikator gehen und einen Kurs machen.
 Die Tierkommunikation ist eine Arbeit, die mit einem selbst zu tun hat und die auch eine gewisse innere Einstellung braucht, um diese Art der Kommunikation zuzulassen.

Da macht das Sinn in einem „geschützten Raum“ mit ähnlich denkenden Leuten das Phänomen der Tierkommunikation vorsichtig auszuprobieren, anstatt alleine rumzuwerkeln und immer wieder an Probleme zu stoßen.

Dieses Mentoren-Ding hilft doch sehr, eine Neuigkeit oder eine ganz neue Sache an sich ranzulassen und zu erkennen. Bücher sind gut und schön. Genauso habe ich mich auch dem Thema genähert, weil ich so ein bisschen Angst vor Gurus und auf Gehirnwäsche hatte. Ich habe versucht, die Theorie zu finden, die Praxis, die Wissenschaft dahinter zu verstehen. Aber einen Kurs zusätzlich zu den Büchern, ist schon empfehlenswert.

Kann das jeder lernen oder ist es eine Gabe?

Susanne: Als Gabe sehe ich das nicht. Ich habe in all den vielen Büchern, die ich kreuz und quer gelesen habe, immer wieder festgestellt: Das Einzige, was immer gleich war, war der Punkt, dass diese Fähigkeit des Kontakts jeder in sich hat. Es ist wirklich eine natürliche Art der Kommunikation.

Einige Bücher schreiben von Aborigines, die sich darüber sogar kilometerweit entfernt austauschen mit Informationen, wo das nächste Beutetier sein könnte. Ob das stimmt? Das kann ich nicht sagen.

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht: Wenn ich als Superskeptiker an das Thema Tierkommunikation rangegangen bin und dann letztendlich so fasziniert davon bin und in mir buddle, und ich irgendwo in mir drin diese Fähigkeit finde und sie rausziehen kann, dann glaube ich, kriegen das andere Leute auch hin!

Kann ich als Laie auch mit meinen Katzen kommunizieren?

Susanne: Tatsächlich ist das Senden einfacher als das Empfangen von Informationen. Senden tun wir anscheinend alle schon unbewusst. Deswegen könnte ein Laie das jetzt auch schon. Aber das Empfangen ist einfach superschwierig.

Was man tatsächlich selber schon zu Hause machen kann, ist die folgende Übung: Man stellt sich vor seine Katze und denkt sich einen Satz, wie zum Beispiel: „Ich gebe dir gleich ein Leckerchen. Findest du das gut?“. Zuerst denkt man den Satz, danach sagt man ihn laut. Danach kann man die Katze beobachten, wie sie reagiert. Es kann sein, dass sie weiterschläft. Es kann sein, dass sie aufwacht, die Augen aufmacht und guckt, oder dass die Katze anfängt zu sabbern.

Ob man dann aber sieht, dass die Katze mitmacht, hängt noch von weiteren Faktoren ab. Zum einen ist das Tier ein Individuum. Das macht nicht alles, was wir wollen. Deswegen ist die Tierkommunikation abhängig von dem Willen des Tieres. Bei Katzen ist das noch bisschen deutlicher, da sie sehr autark leben. Und zum anderen liegt es am Menschen selbst. Ob man selber die Reaktion vom Tier sehen und empfangen kann und auch lange genug ruhig ist, um es zu verstehen und wahrzunehmen.

Was ist, wenn alle Informationen falsch sind und nicht auf meine Katze passen?

Susanne: Ich glaube, auf jedem Gebiet gibt es weiße und schwarze Schafe. Leider habe ich auch schon die Erfahrung gemacht und bin rückwärts vom Stuhl umgefallen, wie eine Tierkommunikatorin eine verzweifelte Frau so behandeln kann. Ich habe gesagt: „Ich würde mein Geld zurückverlangen oder wenigstens eine Zusatzleistung haben wollen, dass die da noch mal ran geht.“.

Ich möchte nicht so behandelt werden und meine Kunden sicherlich auch nicht. Deshalb möchte ich meinen Kunden ein Gefühl vermitteln, dass sie bei mir richtig aufgehoben sind.

Wenn mir sowas passieren sollte (ist noch nie passiert! Wirklich, noch nie!), frage ich wiederholt nach. Ich gehe erneut alle meine Punkte durch, die ich mit dem Tier besprochen habe, gerne auch zusammen mit dem Kunden. Ich gehe dann mit den fragwürdigen Stellen ans Tier heran und frage bei ihm genauer nach, wie es die Information meinte.

Außerdem frage ich dann auch nach Beweisen, die der Besitzer weiß, aber ich nicht. Wenn er sagt: „Frag mal nach der Farbe des Futtereimers“, dann frage ich das. Wenn ich einen roten Futtereimer von dem Tier wahrnehme, mit dem dicken fetten Namen Lucy drauf und das Pferd mir sagt: „der ist so groß und ist rot“, dann hat der Besitzer etwas, wo er sagen kann: „Okay. Stimmt. Irgendwie könnte das schon sein mit den anderen Ergebnissen.“.

Wenn ich jetzt noch 2 – 3 Beweise mehr habe, merkt der Besitzer noch stärker, dass die Informationen der Tierkommunikationen stimmen und lässt sich auf die neuen Eindrücke ein.

Ist die Tierkommunikation nicht einfach nur Geldmacherei mit dem Leid und der Verzweiflung von Menschen?

Susanne: So habe ich anfangs auch gedacht. Es ist einfach nur Humbug. Es ist schnell verdientes Geld. Das kann nicht angehen. Bis ich selber meine Erfahrungen gemacht habe. Selbst ich habe dieses Umdenken als Kunde mal gehabt. Und jetzt als Tierkommunikator erneut.

Es gibt einfach Punkte, da denkt man: „Es kann nicht funktionieren“. Aber wenn man denen nachgeht, stellt man fest: „Doch, die Sachen stimmen!“. Wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt, wird man merken, es ist eine Art Gesprächstherapie – oder wie man es auch immer nennen möchte – die extrem aufschlussreich und wahnsinnig wertvoll ist.

Was ich schon im Leben vom Tier und Menschen durch eine Frage ändern konnte. Das ist Wahnsinn! Da denke ich mir: Sorry, Leute, wenn ihr sagt „Das das ist Scharlatanerie“, dann ist das eure Meinung. Das ist okay. Aber bitte schaut mal hinter die Kulissen, wenn ihr das sagt. Guckt es euch mal richtig an, bevor ihr über etwas urteilt. Ihr müsst es danach ja nicht glauben, alles gut, aber guckt mal an, was letztendlich so eine Tierkommunikation positives  auslösen kann.

Gibt es etwas, was du zum Thema Tierkommunikation unbedingt noch sagen möchtest?

Susanne: Ich habe krasse Fälle. Mir kommen gerade auf jeden Fall zwei Pferde in den Kopf, die wir vorm Einschläfern bewahren konnten, wegen der Tierkommunikation. Der eine konnte danach plötzlich wieder laufen und sogar wieder geritten werden. Das habe ich nie gedacht! Später sogar wieder galoppieren. Es ist unvorstellbar!

Mir ist es egal, ob der Kunde sagt: „Ja, das war wegen einer Tierkommunikation“. Das ist seine Sache. Es ist okay. Aber ich denke, es ist so viel Wert der Tierkommunikation eine Chance zu geben. 

Die Katze hört auf, in die Wohnung zu pinkeln, weil wir durch die Tierkommunikation rausgefunden haben, es fehlt einfach an Integration und dem Gefühl, dass die Katze hier bleiben darf. Warum soll man dann das ganze Thema der Tierkommunikation als Humbug abspeichern, wenn man merkt, was man eigentlich damit erreichen kann, was man mit Training allein nicht hinbekommen hätte?!

Wenn man sich für die Tierkommunikation entscheidet und skeptisch ist: Bitte frag einen Tierkommunikator. Frag, was dich wirklich interessiert. Weil ich die Erfahrung selbst gemacht habe, dass mir Tierkommunikatoren damals in meiner Anfangsphase gesagt haben: „Wenn du nicht dran glaubst, bist du bei mir falsch!“. Das fand ich bekloppt. Wie soll ich denn weiterkommen mit meinen Fragen? Darum lautet mein Tipp: Frag alles, was du fragen willst.

Jemand, der wirklich Interesse hat, dir weiterzuhelfen, der wird das tun!

Und wenn das ein Tierkommunikator nicht mitbringt, dann bist du da auch falsch.

Ein Tierkommunikator kann einfach als neutrale Person in die Situation reingehen und da ein bisschen sauber und Ordnung machen, was Mensch und Tier zuvor nicht so einfach fiel, weil sie z.B. miteinander zu emotional vernetzt waren.

Dieses Vorgehen mit der Tierkommunikation ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit. Wenn der Kunde rausgeht und strahlt, wenn er sagt, sein Tier sieht happy und entspannt aus – Mensch, da freu ich mich wie Bolle!

Mein persönliches Fazit

Ich weiß nicht, wie es dir jetzt geht, aber ich persönlich empfand das Interview und den Einblick ins Thema super spannend und interessant. Zwar bin ich noch nicht restlos überzeugt, solange ich es nicht selbst getestet habe, aber ich würde es zumindest mal ausprobieren.

Wenn du auch Lust bekommen hast, dem Ganzen mal eine Chance zu geben, dann sieh dir am besten Susannes Kennenlern-Angebot an. Damit kannst du ganz einfach austesten, ob die Tierkommunikation für dich funktioniert oder nicht.

Das Kennenlern-Angebot umfasst:

Überraschung für dich: Rabattcode & Gewinnspiel

Wie am Anfang schon angekündigt, haben Susanne und ich uns auch noch zwei Überraschungen für dich ausgedacht – ein Gewinnspiel und einen super Rabattcode!

Skeptiker aufgepasst: Gewinne jetzt eine kostenlose Tierkommunikation!

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So nimmst du am Gewinnspiel teil:

Regel 1 (Pflicht): Schreibe mir in die Kommentare, was du über die Tierkommunikation denkst und ob du am Gewinnspiel teilnehmen möchtest. Vergiss aber nicht deine Mailadresse anzugeben, damit ich dich im Falle des Gewinns auch benachrichtigen kann.

Regel 2 (optional): Um deine Gewinnchance zu verdoppeln, kannst du diesen Blogbeitrag oder den entsprechenden Instagram Post auch in deiner Instagram Story teilen. Verlinke dabei @fensterkatzen und @susanne_eggers, damit ich den Beitrag sehen kann. Beachte, dass dein Account dafür auf „öffentlich“ gestellt sein muss.

Hinweis

Das Gewinnspiel läuft ab heute 05.09.2021 (Sonntag) bis einschließlich dem 30.09.2021 (Donnerstag, 23.59 Uhr) hier auf dem Blog. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel bestätigst du, dass du mindestens 18 Jahre alt bist und den Teilnahmebedingungen zustimmst.

PS: Das Gewinnspiel wurde verlängert und  läuft nun bis einschließlich dem 17.10.2021!

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Wenn du sogar direkt noch etwas tiefer in die Thematik einsteigen möchtest, dann sei schnell. Denn die ersten 10 Interessenten, die bis einschließlich dem 31.12.2021 mit dem Code Fensterkatzen10 (bitte bei Kontaktanfrage angeben) eine individuelle Tierkommunikation bei Susanne buchen, bekommen sogar noch 10% Rabatt auf den Gesamtpreis einer individuellen Tierkommunikation.

Hierbei kannst du eigene Fragen an dein Tier stellen lassen und blickst gemeinsam mit Susanne umfangreich hinter das Verhalten deines Tieres. Ist das nicht mega?!

Was denkst du nun über das Thema Tierkommunikation? Lass es Susanne und mich wissen und schreibe es unten in die Kommentare. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

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Über uns
Wer steckt hinter Fensterkatzen?

Der Mensch hinter dem Blog, das bin ich – Maria, 28 Jahre jung. Zu den Katzen zählen Nala & Flash, die im Oktober 2016 im Alter von 14 Wochen bei mir und dem Katzenpapa eingezogen sind. Im Juli 2020 kam dann noch der kleine Luke hinzu. Gemeinsam leben wir in Hannover und genießen den Trubel, den die drei Rabauken Tag für Tag in unsere Wohnung bringen.

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