Fotoshooting mit Katzen

Fotoshooting mit Katzen

Ein paar von euch werden es sicherlich schon probiert haben: ein Fotoshooting mit Katzen. Und damit meine ich nicht zwischendurch mal eben ein Foto mit dem Handy zu schießen, was wahrscheinlich etwas verwackelt und schlecht belichtet ist, sondern schon etwas professioneller. Für meinen Blog muss ich das natürlich auch tun, damit ihr schöne Bilder zu sehen bekommt

Ich möchte euch hier ein paar der schönsten und lustigsten Schnappschüsse zeigen, die für die ersten Beiträge und das Header-Bild entstanden sind und euch erklären, wie ich an die ganze Sache rangegangen bin.

Aller anfang ist schwer

Zu aller erst solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass ihr unter Umständen sehr viel Geduld brauchen werdet, denn Katzen sind keine Maschinen, die machen was ihr wollt. Von daher akzeptiert es auch, wenn die Katze keine Lust hat oder etwas anderes im Kopf hat! Gerade, wenn ihr ein bestimmtes Ziel vor Augen habt, wie z.B. bei mir das Header-Bild, wo ich schon recht genaue Vorstellungen hatte, wie es aussehen sollte, kann sich so ein Vorhaben auch mal über einige Anläufe und Tage hinziehen bis das gewünschte Ergebnis erzielt wurde. Und je mehr Katzen gleichzeitig auf dem Bild sein sollen, desto schwieriger wird das Ganze leider auch.

Wir haben verschiedene Sachen ausprobiert, um die Miezen in etwa zu dem zu bringen, was mir so vorschwebte, aber alles natürlich im Sinne der Katze, ohne Gewalt und mit viel Spaß. Zur Hilfe könnt ihr zum Beispiel Futter oder Spielzeuge nehmen. Besonders von Vorteil ist, wenn eure Katze mit dem Clickertraining vertraut ist und ihr dadurch den einen oder anderen Trick abrufen könnt.

Schritt-für-schritt anleitung

Schritt 1
Setzt euch ein Ziel, wie die Art des Fotos, die „Pose“ der Katze oder so aussehen soll. Dies ist wichtig, wenn ihr mit dem Bild bestimmte Dinge vorhabt, wie beispielsweise eine Grußkarte, wenn das Foto auf eine Leinwand gedruckt werden soll oder wie bei mir ein passendes Beitragsbild. Wenn ihr einfach nur Fotos ohne ein bestimmtes Vorhaben machen wollt, könnt ihr diesen Punkt natürlich einfach überspringen.​

Schritt 2
Sorgt im Vorfeld für die nötige technische Ausrüstung. In meinem Fall sind das in der Regel natürlich die Kamera, sowie ein Blitz, ein Stativ, eine Softbox, etc. Das kommt aber auch ganz darauf an was ihr so da habt und wo und wann das Foto gemacht wird.

Schritt 3
Bereitet nun alles soweit vor, sprich Kameraeinstellungen an die jeweilige Situation anpassen und Futter und Spielzeug bereit (aber außer Reichweite) legen. Diese Vorarbeit ist wichtig, damit ihr nicht zwischendurch immer wieder unterbrechen müsst und die Katze den Spaß verliert.

Schritt 4
Versucht die Katze nun spielerisch zu dem zu bringen, was ihr gerne hättet (achtet dabei darauf, ob ihr im Bild sein wollt oder nicht) oder wartet bis sie von alleine das gewünschte Verhalten zeigt, letzteres kann aber durchaus seeehr lange dauern. Belohnt die Katze immer wieder, damit sie motiviert bleibt. Aber macht ruhig auch mal Pausen oder versucht es zu einem anderen Zeitpunkt nochmal falls es nicht gleich klappt, anstatt ungeduldig und hektisch zu werden. Wie schon gesagt, sowas erfordert eine Menge Geduld und Ruhe!

Schritt 5
Wenn ihr Schritt 4 erfolgreich abgeschlossen habt, dann braucht ihr euch nur noch das passende Foto auszusuchen und nach Belieben zu bearbeiten

Fazit

So, jetzt habt ihr eine grundlegende Idee davon, wie das bei uns immer abläuft. Leider ist es meistens nicht ganz so einfach, wie man sich das im Vorfeld vorstellt. Wir hatten zum Teil extreme Probleme, selbst mit Futter und Spielzeug. Gerade Nala ist immer recht unruhig, läuft sehr viel hin und her, bleibt nur sehr selten still sitzen und kommt immer direkt zu der Kamera gelaufen, um zu schnuppern, was es natürlich umso schwieriger macht sie zu fotografieren. Flash hingegen kann ziemlich lange in einer Position verweilen und ist da eher der etwas gemächlichere Typ Katze.

Ich kann euch allerdings noch den Tipp geben, einen Fernauslöser zu verwenden. Das hat uns sehr geholfen, sodass man die Katze „in Position“ bringen konnte ohne dann noch schnell zur Kamera laufen zu müssen, in der Hoffnung, dass die Katze sich in der Zeit nicht bewegt (was natürlich nicht passiert).

Eine Sache, die mich beim Header Shooting immer fast zur Weißglut gebracht hat (natürlich habe ich das den Katzen nicht gezeigt) möchte ich euch noch kurz erzählen: Wenn die Kamera an war wurde nur sehr selten das gemacht, was ich mir gewünscht hatte – nämlich, dass sie wie sonst auch einfach auf der Fensterbank sitzen. Aber sobald die Kamera ausgeschaltet und das Stativ abgebaut war, schwupps saßen die beiden kleinen Racker wieder auf der Fensterbank und schauten ganz entspannt aus dem Fenster – genau das wollte ich ja eigentlich die ganze Zeit, aber naja, dann halt nächstes Mal.

Euch nun viel Spaß beim Fotografieren!

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Dieser Beitrag hat 3 Kommentare

  1. Davon kann ich auch ein Lied singen, denn ich habe ein sehr lebhaftes Model. In der Theorie weiß ich ganz genau worauf ich bei der Katzenfotografie achten muss und das ist schon mal von Vorteil. Dennoch klappt die Umsetzung nicht immer so wie ich es mir wünsche. Es stimmt man braucht unter Anderen viel viel Geduld.

    Liebe Grüße Gabi

  2. Sehr schöne Aufnahmen- und natürlich auch fotogene Motive :). Sehr süß, deine Zwei.

    Und ja, Katzen fotografieren kann eine tagesfüllende Aufgabe sein und Übung macht hier nicht unbedingt den Meister, wenn Katz macht was sie will ;). Aber das macht es ja auch irgendwie aus und spannend ;). Das mit dem Fernauslöser ist eine gute Idee, was die Sache sicher vereinfachen könnte – das fassen wir auch mal ins Auge :). Wir lassen liebe Grüße hier. Diana & die Blogkatzen

  3. Wow, sehr gute Tipps! Muss ich auch mal ausprobieren

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