Wie spielt man richtig?

Wie spielt man richtig?

Das ist eine Frage, die vor allem bei Katzenanfängern oft aufkommt. Gerade, wenn die Katze schon seit mehreren Tagen oder Wochen nicht mehr wirklich Lust und Motivation zeigt, obwohl sie doch so viele Spielzeuge zur Verfügung hat.

SPIELZEUG WEGRÄUMEN

Das ist genau der Punkt. Wenn 100 verschiedene Spielzeuge den ganzen Tag in der Wohnung verteilt liegen und der Katze jederzeit zur Verfügung stehen, wird ihr durchaus sehr schnell langweilig, auch wenn sich das erstmal paradox anhört. Die Katze ist von so vielen Reizen einfach überfordert und verliert schnell die Lust am Spielen. Daher gewöhnt es euch am besten an, die Bälle, Angeln, Mäuse, etc. nach dem Spielen immer wieder weg zu legen, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Sucht euch dafür allerdings einen geeigneten Platz, an den die Katzen nicht eigenständig ran kommen und das Spielzeug auch nicht sehen können. Sonst bringt euch das ganze nämlich überhaupt gar nichts. Wichtig ist auch, dass ihr immer wieder etwas Abwechslung mit reinbringt und Spielsachen wieder spannend machen könnt, indem ihr sie einfach mal für ein paar Wochen „verborgen“ lasst. Dann freut sich euer Liebling nämlich umso mehr über das wiedergefundene Spielzeug.

WOMIT SPIELT MEINE KATZE AM LIEBSTEN?

Eine Katze braucht auch eigentlich keine 100 verschiedenen Spielzeuge, es reichen schon wenige aus, solange eure Katze total gerne damit spielt. Um herauszufinden, ob eure Samtpfoten eher auf Bälle, Angeln, Mäuse oder ähnliches stehen, könnt und müsst ihr wahrscheinlich schon erstmal einiges an Spielzeug besorgen. Sobald ihr aber herausgefunden habt, was das Herz eurer Mieze höher schlagen lässt, bedarf es kaum weiteren Spielzeuges. Denn auch mit nur wenigen Spielsachen, kann man mit Variationen immer wieder spannende Situationen erzeugen. Habt ihr zum Beispiel festgestellt, dass eine Angel total gut ankommt, probiert auch ruhig verschiedene Sachen aus. Meine zwei Lieblinge wollen mal dem gefiederten Ende der Angel hinterher jagen, wenn ich es durch die ganze Wohnung ziehe, mal dem anderen federlosen Ende hinterher jagen, wenn ich es über den Boden schleife oder unter einem Handtuch o.ä. verstecke, mal den Kratzbaum hoch und runter rennen, mal nur rum hüpfen, weil die Angel in der Luft hin und her gewedelt wird. Die Möglichkeiten sind fast unendlich und eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

SELBST IST DIE FRAU / DER MANN

Es muss auch nicht immer gekauftes Spielzeug sein. Ich habe bereits in der kurzen Zeit, die wir unsere Katzen nun haben, die Erfahrung gemacht, dass die banalsten Dinge oder auch selbst gebaute Sachen oft viel besser ankommen, als das teure Zeug aus dem Zoofachhandel. Meine Nala liebt zum Beispiel meine Haargummis. Damit kann sie sich Tag für Tag stundenlang beschäftigen. Am Liebsten angelt sie sich die aber aus dem Schrank im Bad und hat total viel Freude daran, wenn ich die Haargummis immer wieder in den Schrank lege und sie es immer und immer wieder runter schmeißen und damit spielen kann. Aber auch Dinge, wie z.B. Korken, zusammen geknüllte Alufolie, Tischtennisbälle, Paketband oder einfach nur ein bisschen Trockenfutter, das durch die Wohnung gerollt wird, kommen meistens super an. Dies sind meist sogar viel interessantere und günstigere Alternativen zum „normalen“ Katzenspielzeug.

DER SPAß AM SPIELEN

Fellnasen spielen meistens alleine oder mit Artgenossen, aber vor allem lieben sie es mit ihren Menschen zusammen zu spielen. Das fördert nicht nur den Zusammenhalt zwischen Mensch und Tier, sondern kann auch sehr stressreduzierend wirken. Allerdings merken Katzen es, wenn das Herrchen oder Frauchen selbst nicht motiviert ist und keine Lust auf das Spiel hat. Wenn ihr nicht mit Herzblut dabei seid, dann könnt ihr es eigentlich auch gleich lassen, denn ihr tut weder der Katze noch euch einen Gefallen. Versucht es sonst einfach ein wenig später nochmal, vielleicht ist die Motivation dann wieder etwas größer. Je nach Möglichkeit wäre es empfehlenswert, wenn immer mehrmals am Tag kleine „Spielpausen“ von ca. 10 Minuten eingelegt werden, in denen ihr euch einfach die Zeit nehmt und gemeinsam mit eurem Liebling Spaß habt, sei es beim Toben, beim Faxen machen oder anderen Spielereien. Lasst beim Spielen auch gerne mal wieder das Kind in euch raus und seid kreativ. Eure Mieze wird es euch danken, ihr werdet viel zu lachen haben und könnt auch einfach mal abschalten zwischen dem ganzen Alltagsstress. Brecht das Spiel aber bitte nicht ganz plötzlich ab, das könnte für die Katze wie eine Bestrafung aussehen. Sie könnte infolgedessen negative Erfahrungen mit dem Spielen verknüpfen und eventuell die Lust daran verlieren. Besser ist es sowieso das Spiel zu beenden, wenn man merkt, dass die Katze selbst keine große Motivation mehr zeigt oder schon sehr erschöpft wirkt. Dies ist meistens aber auch recht deutlich zu erkennen.

Jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Spielen mit euren Lieblingen und hoffe, dass ich euch helfen konnte. Falls ihr auch noch ein paar Tipps für mich habt, dann lasst es mich in den Kommentaren gerne wissen, ich würde mich freuen.

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