die neuen Mitbewohner kennenlernen

die neuen Mitbewohner kennenlernen

Jaaaa, das ist immer eine besonders spannende Sache. Ich möchte euch hier einen Einblick in mein „Erstes Mal“ geben, erzählen worauf es bei dem ersten Treffen ankommt und worauf ihr meiner Meinung nach achten solltet.

Wir haben unsere Katzen im Alter von 14 Wochen zu uns geholt, kannten die Zwei allerdings schon seit ihrer Geburt durch Fotos und Videos. Ein persönlicher Besuch ist aber natürlich nochmal was ganz anderes. Zum Zeitpunkt des Besuches waren die Babys knapp 6 Wochen alt und natürlich zuckersüß.

Ankunft

Ich konnte schon die Nacht vor dem ersten Kennen lernen kaum schlafen und auch während der Autofahrt bekam ich zunehmend ein mulmiges Gefühl, weil ich so schrecklich aufgeregt war. Endlich angekommen, kamen wir durch das Gartentor der Zieheltern und schon drückte man mir den kleinen Flash in die Hand. Im ersten Moment war ich ganz überfordert von dem süßen kleinen Fellknäuel. Der kleine Mann aber anscheinend auch, denn er wollte nicht auf meinem Arm bleiben, sondern lieber wieder im Garten herum tollen. Ich war aber auch sehr überrascht, wie winzig die Babys noch waren, auf Fotos erkennt man ja die Größenverhältnisse nicht so gut. Aber alle Vier aus dem Wurf haben direkt mein Herz zum Schmelzen gebracht.

Als alle Kitten aus dem Garten gesammelt und wieder in ihre Kinderstube gebracht wurden, war meine Erwartung „jetzt geht’s endlich los mit kennen lernen und schmusen“, aber da hatte ich die Rechnung wohl ohne die kleinen Racker gemacht. Es waren wohl alle der Meinung bei Besuch müsse man sich erstmal zu viert in die Schlafbox legen und eine Runde dösen bevor man Kontakt aufnimmt, weil das Spielen im Garten ja sooo müde gemacht hat.

Gerade in so einer Situation solltet ihr versuchen ruhig zu bleiben und nicht sofort auf die Katzen zu zustürmen und sie zu kuscheln, obwohl die Freude riesengroß ist und die Erwartungen hoch sind. Meist ist das nicht ganz so einfach, schließlich sind sie ja so süß. Wenn ihr euch allerdings mit eurem zukünftigen Mitbewohner gut verstehen wollt, solltet ihr unbedingt darauf achten, sie nicht zu bedrängen. Bewegt euch nicht zu hektisch und sprecht in einer normalen Tonlage und Lautstärke, um die Miezen nicht zu erschrecken.

So saßen wir dann zu viert im Badezimmer und haben bestimmt eine Stunde lang den Babys beim Schlafen zugesehen (was natürlich auch super süß war). Diese Zeit haben wir dann direkt genutzt, um uns ein paar Informationen einzuholen und Fragen zu stellen.

Um eure Lieblinge am Anfang besser kennen zu lernen, solltet ihr sie nämlich nicht nur ausgiebig in ihrer gewohnten Umgebung beobachten, sondern auch mit den Zieheltern bzw. den Tierheimmitarbeitern sprechen. Diese kennen die Katzen länger als ihr und wissen meistens, wie der Charakter ist, wie sich die Katze so verhält und was die Besonderheiten sind. Falls ihr Fragen zur Haltung, zu den Vorbereitungen, zum Futter oder ähnliches habt, dann stellt sie einfach. Der Vorbesitzer hat, für den Fall, dass es eure ersten Katzen sind, wahrscheinlich bereits mehr Erfahrungen gesammelt als ihr und kann euch bei Bedarf sicherlich allerhand Tipps geben.

Nachdem wir uns ein bisschen mit den Besitzern unterhalten konnten, wurden zwei der vier Kätzchen zum Glück zwischenzeitlich auch schon wieder etwas munter und fingen an miteinander zu spielen. Natürlich in der Box und auf den anderen beiden noch Schlafenden. Mich persönlich hatte sehr überrascht, dass die Beiden trotzdem seelenruhig weiter geschlafen haben, obwohl die ganze Zeit auf ihnen rumgeturnt wurde und das nicht nur auf dem Körper, sondern auch gerne mal im Gesicht.

Kennenlernen

Als dann schließlich alle wieder munter waren, bemerkten die Kitten dann doch mal, dass da Fremde in ihrem Kinderzimmer sitzen, fingen an uns vorsichtig zu beschnuppern und ließen sich teilweise sogar schon ein bisschen streicheln. Aber natürlich alles noch sehr verhalten, denn Vertrauen fassen braucht nun mal Zeit. 

Daher ist es am allerwichtigsten, dass ihr viel Geduld mitbringt. Jede Katze hat ihren ganz eigenen Charakter und reagiert ganz unterschiedlich auf fremde Menschen. Gerade sehr junge Kitten könnten durchaus noch nicht ausreichend sozialisiert sein und Menschen gegenüber ängstlich reagieren. Aber auch ältere Katzen, die bereits schlechte Erfahrungen im Umgang mit Menschen gesammelt haben sind oft eher zurückhaltend. Deshalb ist es umso wichtiger, dass ihr die Katze bestimmen lasst, in welchem Tempo das Kennen lernen abläuft. Darüber hinaus solltet ihr euch dessen bewusst sein, dass Kitten am Anfang eher abenteuerlustig sind und alles erkunden wollen, anstatt ausgiebig zu schmusen. Respektiert das bitte zum Wohle der Katze, auch wenn es schwer fällt, wenn sie älter werden wird sich das meistens ändern und euch erwarten ausgiebige Kuschelstunden.

Es wurde dann aber mit der Zeit auch immer mehr von den Babys erkundet und ganz besonders Schnürsenkel hatten es vor allem Nala angetan, die fand sie echt super. Nach und nach kamen dann auch die anderen Drei auf den Geschmack und spätestens damit war das Eis gebrochen. Beim Spielen entstanden dann natürlich auch die ersten Kratzer, aber daran muss man sich gewöhnen, denn das wird später zu Hause schließlich nicht anders sein.

Im Laufe des Besuchs haben wir dann auch immer mehr über die Kitten erfahren und mit eigenen Augen beobachten können. Zum Beispiel waren sie zu diesem Zeitpunkt bereits stubenrein und sind schon brav auf das Katzenklo gegangen. Das hatte ich persönlich mit 6 Wochen noch nicht erwartet, aber mir fehlten damals ja auch noch die Erfahrungen. Ein weiterer Punkt war, dass wir schon da sehen konnten, dass der einzige Kater im Bunde (unser Flash) zum Fresssack mutieren würde. Denn bei unserem Besuch hat er lieber ganz alleine der Mama das Essen weggefuttert, während sich die drei Mädels ihre Portion Kittenfutter geteilt haben.

Abschied

Allein in der kurzen Zeit, haben die Kleinen es geschafft uns total um den Finger zu wickeln. Umso schwerer fiel es uns dann wieder Abschied zu nehmen und zu wissen, dass wir noch einige Wochen warten müssen, bis wir die Zwerge für immer bei uns haben. Immerhin hatten wir ganz viele Fotos und Videos von dem Tag, die wir schon mal mit nach Hause nehmen konnten und uns da natürlich auch am laufenden Band immer und immer wieder angesehen haben.

Denn während ihr eure neuen Lieblinge kennen lernt, dürft ihr natürlich nicht vergessen ausreichend Fotos und Videos zu machen. Ihr werdet sie in der Zeit zwischen dem ersten Kennen lernen und dem Abholtermin schrecklich vermissen. Durch die Fotos und Videos fällt die ganze Warterei vielleicht etwas leichter. Falls ihr euch Kitten holen wollt könnt euch darüber hinaus später, wenn die Katzen erwachsen sind, immer wieder die niedlichen Babyfotos ansehen und bewundern, wie schnell sie doch groß geworden sind. Aber bedenkt, dass ihr genug Speicherplatz auf eurem Handy oder eurer Kamera zur Verfügung habt, denn gerade Videos nehmen viel Platz in Anspruch und ihr werdet nicht nur beim ersten Kennen lernen eine Menge davon machen! Die ersten Wochen entsteht meist so viel Material, weil alles noch neu ist und jede Bewegung der Katze(n) dokumentiert wird. Ich spreche da aus Erfahrung

Fazit

Insgesamt war es für alle Beteiligten ein sehr aufregender Tag, aber wahrscheinlich am meisten für uns. Die Kitten haben sich zum Schluss doch noch von ihrer besten Seite gezeigt, sodass wir unsere Zwei am liebsten direkt mitgenommen hätten. Aber natürlich sollten sie ja auch ruhig noch eine Weile bei der Mama und ihren Geschwistern bleiben.

Man hört schließlich immer wieder von verhaltensgestörten Katzen, die zu früh von ihren Müttern getrennt wurden. Ich vertrete die Meinung, die Kitten frühestens mit 10 oder besser sogar erst 12 Wochen zu sich zu holen, damit sie soweit alles Grundlegende gelernt haben und sich auch ein gutes Sozialverhalten durch den Umgang mit den Geschwistern gefestigt hat. In Ausnahmefällen ist die Situation natürlich wieder eine andere und es gibt durchaus auch Kitten, die etwas schneller lernen und andere, die sich etwas mehr Zeit lassen, aber darum soll es hier jetzt nicht gehen. Die Kitten sind auch mit 12 Wochen immer noch total süß und klein, also überstürzt bitte nichts und seid geduldig.

Dann sind sie auch bereit für eine neue Welt außerhalb der gewohnten Kinderstube und können in Ruhe viele neue, spannende Erfahrungen sammeln.

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass es wichtig war die Kitten vorab schon mal zu besuchen. So konnten wir schon mal sehen welche Charaktere die Beiden haben und ob sie auch uns gegenüber nicht abgeneigt sind, denn auch das kann ja immer mal passieren. Ein süßes Katzenbaby wickelt die Menschen immer mit links um den Finger ohne groß was zu machen, aber auch das Tier sollte sich bei seinen Menschen auf Anhieb wohlfühlen. Aber solange ihr euch an den folgenden Punkten orientiert, sollte das erste Kennen lernen und die Wartezeit ohne Probleme verlaufen:

PUNKT 1: Ruhig verhalten

PUNKT 2: Informationen einholen

PUNKT 3: Geduld haben, die Katze bestimmt das Tempo

PUNKT 4: Fotos & Videos machen

PUNKT 5: Nicht zu früh von der Mama und den Geschwistern trennen

Mich würde jetzt allerdings auch interessieren, wie euer erstes Treffen verlief. Also schreibt es mir, wenn ihr Lust habt, doch einfach in die Kommentare. Ich freue mich auf eure Erfahrungen

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